- Kategorie: Tiere
- Erstellt am Dienstag, 06. Mai 2014 06:56
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Hunde sind Leckermäuler. Aber so manches vermeintliche „Leckerli“ kann zu komatösen Zuständen und Leberschäden führen.
Süßstoff kann bei Hunden zum Tod führen. In vielen Lebensmitteln ist beispielsweise der Zucker-Austauschstoff Xylitol enthalten. Der schwer über die Lippen kommende Name des für den Hund lebensbedrohlichen Giftstoffs ist in vielen Lebensmitteln enthalten. So kommt er in etlichen kalorienarmen Süßigkeiten und Backwaren vor. Was kaum jemand weiß: Xylitol ist hoch giftig für Hunde. Schon 0,1 g pro Kilogramm Körpergewicht können reichen, um den Vierbeiner zu töten. Eine Tüte Bonbons kann somit das Aus bedeuten.
„Hunde reagieren auf diesen Süßstoff anders als Menschen“, erklärt Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. „Bei ihnen kommt es nach Aufnahme von Xylitol zu einer massiven Insulinausschüttung. Insulin senkt den Zuckerspiegel im Blut. Sinkt dieser zu stark ab, führt das zu Krämpfen und komatösen Zuständen. Im schlimmsten Fall verstirbt das Tier!“, warnt sie. Zusätzlich können schwere Leberschäden das Überleben des Tieres auf einer weiteren Ebene gefährden. Daher muss ein Tierbesitzer, dessen Liebling den Zuckeraustauscher gefressen hat, schleunigst einen Tierarzt aufsuchen. Der kann durch eine Spritze den Hund zum Erbrechen bringen und damit die Giftmenge im Tierkörper reduzieren. Liegt die Xylitolaufnahme länger als ein bis zwei Stunden zurück, hilft nur noch eine Infusion, die Zucker enthält, um dem Unterzucker entgegen zu wirken.
Besser es kommt erst gar nicht so weit. „Vorausschauende Tierbesitzer sollten dafür sorgen, dass Lebensmittel, die Xylitol enthalten, außer Reichweite ihres Vierbeiners aufbewahrt werden“, empfiehlt Frau Dr. Hölscher.
Bild: © Quasarphoto - Fotolia.com
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