- Kategorie: Tiere
- Erstellt am Montag, 09. Mai 2016 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Viele Katzenfreunde trauen den bunten Büchsen der Pandorra nicht mehr. Die Alternative nennt sich „barfen“. Sie ist unkomplizierter, als es die Wortschöpfung vermuten lässt.
Was ist eigentlich drin in den Dosen mit den netten Bildchen drauf von süßen zufriedenen Katzen, die aussehen, als hätten sie soeben wie Gott in Frankreich gespeist? Dabei ist französische Küchenkunst wirklich nicht üblich, wenn’s um Miezes Magen geht. Egal, ob als Ragout, Geschnetzeltes oder Häppchen in Gélé maskiert – der Großteil kommt aus einer Quelle, der Dose Und dabei ist der Küchenmeister offenbar recht großzügig, was Qualität und Zusammensetzung angeht: billige Schlachtabfälle, zerkleinertes Fell, Knochen, Federn, Schnäbel, Wolle, Urin und etliches mehr, kritisieren Tierschützer und Katzenbesitzer das Dosen-Dilemma.
Selbst das wenige Fleisch stammt aus Abfällen
Auch wenn die Katze in der Natur die ganze Maus frisst, ist das Verhältnis der einzelnen Bestandteile tierischer Herkunft in der Dose wenig ausgeglichen. Und die Qualität des Fleisches nicht besonders hoch, das wäre für den Hersteller viel zu teuer. Generell lässt sich feststellen, dass der Fleischanteil immer sehr gering ist. Und die wenigen "4% Huhn“, Rind oder Kaninchen sind vorwiegend Abfälle – die für den menschlichen Verzehr nicht zugelassen sind. Hinzu kommt: Nicht alle verwendeten Kadaver sind frisch, außerdem werden auch kranke Tiere verarbeitet, so dass sich u. a. auch karzinogenes Gewebe in den bunten Dosen befindet. Besonders bei billigem Trockenfutter kommen reichlich Füllstoffe, Farbstoffe und Aromastoffe hinzu.
Die Umstellung auf „hausgemacht und hochwertig“ nicht von heute auf morgen durchboxen
Auch „pflanzliche Nebenerzeugnisse" und „Getreide", unter anderem zerstoßene Erdnussschalen, Getreideabfälle aller Art, sind nicht das, was die Katze in der Natur frisst. Die Folge: Lebenswichtige Organe wie Niere und Leber werden übermäßig strapaziert. Ähnliches gilt für den zugesetzten Zucker und andere Hilfsstoffe, mit welchen das dubiose Dosenprodukt maskiert wird, um die Katze zum Verzehr zu bewegen.
Artgerecht ist das alles nicht. Aber die Umstellung auf Biologisches Artgerechtes Rohes Futter B.A.R.F. sollte keineswegs von heute auf morgen geschehen. Zum einen muss der Katzendarm sich langsam daran gewöhnen, zum anderen ist es „typisch Katze“, dass sie sich nur langsam von Gewohnheiten verabschiedet. „Beginnen Sie z.B. damit, das noch vorhandene Futter mit Rinder- oder Putenhack aufzubessern. Roh oder kurz in Wasser gekocht – probieren Sie beides aus. Geben Sie nach und nach mehr davon zum üblichen Futter. Nehmen Sie dann gutes Nassfutter mit dazu; auch nach und nach mehr. Nach einigen Wochen können kleine Stückchen Hühnerherzen dazu gegeben werden und dann auch größere Rindergulaschstücken. Dann sollte Ihr „altes“ Futter aufgebraucht sein und ab jetzt im Verkaufsregal stehen gelassen werden“, wird Cornelia Kuhn, Tierheilpraktikerin in Berlin, auf tier.tv zitiert.
Von wegen teuer – artgerecht rechnet sich!
Hausgemacht und hochwertig, das hört sich teuer an. Doch weil die Katze davon insgesamt weniger benötigt, rechnet es sich am Ende wieder. „Lassen Sie sich nicht einreden, dass es gefährlich ist, Frischfleisch zu füttern. Gefährlich ist es eher eine Katze nur mit 4 % Fleisch und Getreide zu ernähren! Bei guter Ernährung sparen Sie sich dann die teure Behandlung beim Tierarzt, wenn vielleicht eine Allergie oder Futtermittelunverträglichkeit aufgetreten ist oder jährliche Zahnsanierung ansteht. Also rechnet es sich erneut – für SIE und Ihren Liebling“, beendet Cornelia Kuhn ihr Pro-B.A.R.F.-Plädoyer.
Video: Die Wahrheit über Katzenfutter
Barfen für Katzen – Grundlagen-Video:
Quellen: u. a. tier.tv; cat-care.de; blog-katzenfieber.de
Bild: © absolutimages - fotolia.com
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