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Zimmerpflanzen sind eine Augenweide, sie wirken als natürliche Luftbefeuchter und schützen uns sogar vor Benzol und Co. Aber man muss die richtigen „Raumluft-Sheriffs“ einsetzen.

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Ein grünes Ambiente ist ohne Zweifel gut für das Wohlbefinden des Menschen. Seit den 1980er Jahrenbelegen eine Reihe von Untersuchungen an Arbeitsplätzen und in Wohnräumen die gesundheitlichen Vorteile einer Begrünung mit Pflanzen. Im Zentrum der untersuchten Effekte stehen in erster Linie die beruhigende Wirkung, Stressabbau und allgemeines Wohlbefinden. Neben solchen “gefühlten” Faktoren gibt es aber auch einen wissenschaftlich erwiesenen Einfluss auf die Schadstoffbelastungen in der Raumluft. Diese „dicke Luft“ führt zu allerlei Beschwerden wie z.B. Kopfschmerzen und Übelkeit. Eine Teilschuld darantragen meist Stoffe wie z. B. Benzol oder Formaldehyd. Nach Auskunft von Pflanzenexperten der Do-it-yourself-Academy wird Benzol (u. a. in Wandfarben, Plastik und Gummi) von einigen Klassikern unter den Zimmerpflanzen wie Ficus Benjamini, Drachenbaum, Einblatt, Efeu, Bogenhanf, Kolbenfaden und Graslilie absorbiert. Formaldehyde können sich in Teppichböden, Isolierungen, Fußbodenisolierungen, Pressholzprodukten oder Sofas verstecken, aber auch in Tabakrauch, Klebstoffen und Dämm-Materialien. Hier haben sich Raumluft-Sheriffs wie Chrysanthemen, Philodendron, Drachenbaum, Gerbera, Grünlilie und Bitterschopf bewährt. Aber auch der „Ledernacken der Pflanzenwelt“ – die Aloe vera – macht große Mengen Raumgifte unschädlich (Bild oben).

Balsam für die Seele gefällig? Zimmerpflanzen sind nicht nur natürliche Luftbefeuchter, sondern steigern auch das Wohlbefinden und die Zufriedenheit am Arbeitsplatz, wie eine Untersuchung der Landwirtschaftlichen Universität in Oslo belegt: Mitarbeiter in begrünten Büros klagten seltener über Kopfschmerzen, Trockene oder gereizte Haut und Husten als Angestellte, die in Räumen ohne Pflanzen arbeiten. Zudem fühlten sich über 80 Prozent der Befragten in Büros mit Pflanzen deutlich weniger gestresst.

Bestimmte Pflanzen können jedoch auch allergische Reaktionen auslösen. Häufige Probleme bereiten etwa Ficusarten wie die Birkenfeige (Ficus benjamini) und derGummibaum (Ficus elastica): Sie können Hautreaktionen wieNesselsucht, Schleimhautschwellungen,Bindehautentzündungen sowie Asthmaanfälle provozieren. Primeln, vor allem die Becherprimel (Primula obconica), sind oft Auslöser von Hautekzemen. Ebenfalls starke Allergene enthalten Tulpen, Inkalilien (Alstroemeria) und Chrysanthemen. Manchmal lauert die Gefahr auch im Blumentopf: Pflanzenerde kann Schimmel ansetzen und bei Allergikern Atembeschwerden auslösen. Empfindliche Personen sollten sich deshalb beraten lassen, bevor sie in Innenräumen ihren grünen Daumen ausprobieren.

Quelle: u. a. beobachter.ch

Bild 1: © Sean Gladwell - Fotolia.com

 

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