- Kategorie: Fitness & Wellness
- Erstellt am Dienstag, 03. Februar 2015 08:00
- 15 .2
- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
In Peelings und anderen Produkten, die zart rubbeln sollen, lauert Mikroplastik. Doch es gibt Alternativen: Hier rubbeln harmlose pflanzliche Putzkörperchen. Ebenso erfolgreich.
Dieses Experiment kann jeder machen: Ein Peeling kaufen, auf dessen Tube „Polyethylen“ steht. Hiervon einen fünf Zentimeter langen Strang in eine Tasse geben und mit etwa 100 Milliliter Wasser verrühren. Die Flüssigkeit anschließend durch einen Kaffeefilter laufen lassen, Schaum auswaschen und den Filter trocknen. Das Ergebnis: Ein Puder aus hellblau gefärbten Teilchen, kleiner als ein Millimeter. Nicht nur in Peelings stecken solche Plastikwinzlinge, auch in manchen Zahncremes und Produkten, die sanft rubbeln sollen. Meist handelt es sich um Polyethylen, mitunter ist auch ein anderer Kunststoff deklariert, z. B. Polypropylen oder Polyamid. Das summiert sich in Deutschland zu insgesamt satten 500 Tonnen pro Jahr!
Die Teilchen gelangen mit dem Zähneputzen oder Waschen in Abwasser und Kläranlage. Doch nicht alle bleiben im Klärschlamm hängen, viele fließen über den Ablauf in die Flüsse und Meere. Dort werden die Teilchen gefressen, z. B. von Muscheln, die „Nahrhaftes“ aus dem Wasser filtern. Fische sehen den Plastik-Plunder als Futter, das nun in die Nahrungskette gelangt. Kunststoffteilchen fanden die Wissenschaftler schon im Magen von Heringen oder im Kot von Möwen und Robben. „Wir werden noch auf lange Zeit in einer von Plastik durchsetzten Welt leben und die Teilchen bleiben uns über Jahrhunderte erhalten“, erklärt Meeresbiologe Gunnar Gerdts im Magazin „schrot&korn“. „Deshalb brauchen wir mehr Daten für eine fundierte Risikoabschätzung.“ Und bis dahin? „Sollte man an Eintrag verhindern, was sich verhindern lässt.“
In Deutschland listet der Bund für Umwel- und Naturschutz (Bund) unter www.bund.net/mikroplastik auf, welche Produkte Plastik enthalten.
Einfacher bietet man dem Plastik-Plunder mit zertifizierter Naturkosmetik Paroli. Die ist frei von Mikroplastik. In Peelings setzt sie auf mineralische und pflanzliche Materialien, um die alten Hautzellen wegzurubbeln. Olivenkerne zum Beispiel, oder Aprikosen- oder Traubenkerne; getrocknet und gemahlen ergeben sie feste Putzkörperchen. Etwas weicher sind Weizenkleie oder Reismehl, das japanische Geishas für die Pflege ihrer berühmten „Porzellanhaut“ benutzten.
Ein natürliches Reinigungsmittel mit Peelingeffekt ist ultrafein vermahlene Heil- oder Tonerde. Sie wirkt nicht durch mechanisches Rubbeln, sondern durch ihr hohes Quellvermögen. Ähnlich wie ein Löschblatt, saugen die Partikel Talg, Schmutz, Haut- und Fettpartikel auf und reinigen auf diese Weise porentief und verträglich. Das naturreine Pulver gibt es nicht nur als Peeling oder Maske, sondern auch in Duschgels und Shampoos. In Naturkosmetik-Zahncremes entfernen Kreide, Tonerde und Kieselmineralien den unerwünschten Zahnbelag.
Dieses Video setzt das generelle Plastik-Problem auf diesem Planeten in Szene, ziemlich schwarzhumorig aber gekonnt:
Quellen: bund.net; Magazin schrot&korn
Bild: © ipag - Fotolia.com
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