- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Mittwoch, 21. Oktober 2015 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Vorbeugen ist besser als hinterher husten müssen. Hier helfen zwei Strategen, die uns die Tränen in die Augen treiben und die Zunge peitschen. Aber sie sind gigantisch gesund.
Rutschen im Herbst die Temperaturen langsam Richtung Klima-Keller, ist es für das Immunsystem wichtig, den Wärmehaushalt des Körpers mithilfe entsprechender Ernährung zu regulieren. Ein Fall für den Meerrettich (in Österreich heißt er Kren), denn der ist als Bakterienkiller bekannt. Dass er gleichzeitig eine wahre Vitaminbombe ist, wissen jedoch die wenigsten. Doch immerhin trumpft die scharfe Wurzel mit einem doppelt so hohen Vitamin-C-Gehalt wie die Zitrone auf. Senföle geben dem Meerrettich (nicht zu verwechseln mit dem Rettich), seinen typisch-scharfen Geschmack. Sie sorgen dafür, dass die Schärfe „in die Nase steigt“ – ein stechendes Indiz, das die Wirkung seiner Inhaltsstoffe signalisiert.
In der Volksmedizin gilt Meerrettich (die Engländer nennen ihn „horseradish“) seit Jahrhunderten als Arznei. Seine Inhaltsstoffe – allen voran die Senföle – wirken antibakteriell, reinigend und sie fördern die Durchblutung. Neben dem Vitamin C sind vor allem Mineralstoffe zu erwähnen. Meerrettich fördert die Nierentätigkeit, hilft bei Blasenleiden, Nierenbeckenleiden, Harnwegsentzündungund regt die Verdauung an.
Ähnlich verhält es sich mit dem „japanischen Bruder“ des Meerrettichs. Wer gern Sushi isst, kennt das Phänomen: Die Schärfe von Wasabi spurtet ohne Umwege gnadenlos in die Nase. In diesem Punkt gleicht das Gewürz dem Meerrettich. Aus botanischer Sicht ist Wasabi mit dem Meerrettich aber nur entfernt verwandt. Der gesunde Wirk-Verwandte aus Japan (auch Japanischer Meerrettich oder Wassermeerrettich), ist giftgrün, beißt noch schärfer auf der Zunge – und attackiert ebenso wie Meerrettich diverse Krankheitserreger, die das Innere des menschlichen Körpers entern wollen. Derart geschwächt, können ihnen die Killerzellen im Blut endgültig den Rest geben.
Trittbrettfahrer jubeln uns billige Pseudoprodukte unter
Doch Vorsicht vor Trittbrettfahrern! Was uns gemeinhin als Wasabi vorgesetzt wird, ist in Wirklichkeit eine Mischung aus (europäischem) Meerrettichpulver, Maisstärke, den Farbstoffen Brillantblau (E133), Zitronengelb (E102) sowie Senfpulver. „Kein Wunder also, dass einen der Geschmack ein bisschen an "Löwen extrascharf" erinnert“, befindet Tom König auf spiegel.de.
Dass im Wasabi gar kein Wasabi ist, habe zwei Gründe: „Frisch geriebenes Eutrema japonica hält sich höchstens eine halbe Stunde. Und es ist teuer, gewissermaßen der Trüffel Japans: Der Kilopreis für eine Wasabiwurzel liegt bei 200 Euro“.
Also den „japanischen Bruder“ besser frisch kaufen (gibt's auch im Internetshop, z. B. bei pepperworldhotshop.de) und dann selber zubereiten.
Dieses Video zeigt nützliche Informationen rund um das Thema "Frischer Wasabi"
So machen Sie frischen Meerrettich haltbar:
Quellen: u. a. gymondo.de; lieblingskren.de; portavitalia.com
Bild: © tycoon101 - fotolia.com
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