- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Mittwoch, 31. Dezember 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Die Wasserqualität in vielen Regionen der Welt ist katastrophal. Auch weil das Klima sich wandelt. Doch extreme Wetterereignisse bedrohen sogar das Trinkwasser hierzulande.
Das Trinkwasser in Deutschland ist sauber, heißt es von offizieller Seite. Nicht jeder mag das mehr glauben. Spätestens seit Öko-Test das lebenswichtige Nass unter die Lupe genommen hat – und zu einem ganz anderen Urteil gelangte – kommt mehr und mehr Skepsis auf. Wo liegt das Kernproblem? Eine alte Bauernregel sagt „Fließt das Wasser über 7 Stein´ so wird´s wieder rein“. Durch den immerwährenden Kreislauf von Aufsteigen, Verdunsten, Niederregnen, Versickern, Versprudeln und Verwirbeln wird das Wasser regeneriert, gereinigt und belebt. Völlig anders funktioniert das Procedere heutzutage: Das „moderne“ Trinkwasser aus der Leitung durchläuft Bahnen, die mit dem natürlichen Wasserlauf von einst nichts mehr gemeinsam haben. Über lange Wege wird es unter hohem Druck durch kilometerlange Rohrleitungen gepumpt. Wasser aus gesunden Brunnen wird für eine lange Lagerung aufbereitet, industriell in kleine Fläschchen abgefüllt und gelangt über teils endlose Transportwege zum Endverbraucher.
Zudem bringen Wasser-Analysen immer mehr bedenkliche „Beigaben“ zutage. So sollte Blei im Trinkwasser eigentlich nicht mehr zum Alltag gehören, denn seit Dezember 2013 gelten strengere Grenzwerte. Doch laut Stiftung Warentest gibt es nach wie vor Tausende Wohnungen, in denen alte Rohre verbaut sind. Insbesondere für Schwangere und Kleinkinder eine gesundheitsgefährdende Belastung. Doch nicht nur Blei tummelt sich in unseren Trinkwasserleitungen, hinzu kommen Pestizide undAntibiotikaaus der Landwirtschaft sowie Arzneimittel aus Krankenhäusern und privaten Haushalten.
Vielleicht wird im nächsten Jahr alles besser? Die Realität sieht anders aus. Wer auf eine saubere Zukunft spekuliert, hat die Rechnung ohne den Klimawandel gemacht. Denn der verursacht auch in unseren Breitengraden immer mehr Kosten, etwa durch Sturmschäden, Hochwasser oder Dürreperioden. Extreme Wetterereignisse werden häufiger – und sie sind eine ernsthafte Bedrohung für das Trinkwasser. In der Sendung "quer" im BR nimmt Jörg E. Drewes, Professor für Siedlungswasserwirtschaft, zu dem Problem Stellung. Hauptaugenmerk dabei: Wenn die natürlichen Filter versagen, können Krankheitserreger ins Trinkwasser gelangen.
Warentest warnt vor Bleirohren
So dreckig ist unser Trinkwasser
Trinkwasser mit Medikamenten und Pestiziden belastet
Quellen: derwesten.de; Bayerisches Fernsehen; Stiftung Warentest; portavitalia.com
Bild: © diversepixe - Fotolia.com
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