- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Donnerstag, 06. Februar 2014 17:46
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Bundesweit leiden mehrere Millionen unter einer schwachen Blase. Dennoch gilt „Inkontinenz“ als Tabuthema. Dabei lässt sich das Leiden durch Therapien meist in den Griff bekommen.
Husten, Niesen, Lachen – wenn der Druck im Bauchraum ansteigt, kommt es bei vielen Betroffenen zu einem unfreiwilligen Urinverlust, Experten nennen das „Belastungsinkontinenz“. Die Ursache dieser häufigsten Form der Blasenschwäche ist ein schwacher Beckenboden. Auch wenn vor allem ältere Frauen daran leiden, so ist das Problem z. B. auch bei jungen Müttern nach der Geburt keine Seltenheit, ebenso bei Männern nach einer Prostata-OP
Aufklärung und frühzeitige Therapie sind das A & O
Weil Inkontinenz häufig auf eine schwache Beckenbodenmuskulatur zurückgeht, spielt meist ein gezieltes Beckenbodentraining eine zentrale Rolle. Zusätzlich hat sich eine sanfte Elektrotherapie des Beckenbodens bewährt: Diese stimuliert und kräftigt die Beckenbodenmuskulatur durch sanften Reizstrom. Gut zu wissen: Bei den heutigen innovativen Therapiegeräten entfällt die Verwendung von Einführ-Elektroden. Ein erheblicher Fortschritt in puncto Anwenderfreundlichkeit.
Kombi-Geräte verfügen neben dem Programm zur Elektrotherapie auch über eine Biofeedback-Funktion, die im Rahmen des Beckenbodentrainings hilfreich ist. Durch diese Funktion wird die Stärke der Muskelkontraktion erfasst und mithilfe von Signalen an den Verwender weitergegeben. So entwickeln die Patienten ein gutes Gefühl dafür, wie die Beckenbodenmuskulatur arbeitet. Bald schon können sie die korrekte Ausführung der Übungen kontrollieren – eine wichtige Voraussetzung für die Wirksamkeit des Beckenbodentrainings. Ausgewählte Therapiegeräte sind in der Lage, bei Vorliegen einer Dranginkontinenz die Sakralnerven im Bereich des unteren Rückens zu stimulieren. Je nach Ursache der Blasenschwäche können im Rahmen der Inkontinenz-Therapie weitere Maßnahmen infrage kommen, etwa die Reduktion von Übergewicht (belastet den Beckenboden), ein Blasentraining (bei Dranginkontinenz) sowie verschiedene Inkontinenz-Medikamente oder eine Operation.
Inkontinenz ist oft heilbar – durch eine frühzeitige Behandlung lässt sich die Blasenschwäche meist gut in den Griff bekommen. Allerdings ist die Hemmschwelle oft sehr hoch, offen mit dem Problem umzugehen. Umso wichtiger ist eine gründliche Aufklärung über das Krankheitsbild und die modernen Behandlungsmöglichkeiten, um Betroffene zu ermutigen, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Interessante Informationen rund um Ursachen, Symptome und Behandlung von Inkontinenz finden Sie hier: www.inkontinenz.behandeln.de
Bild:© Coloures-Pic - Fotolia.com
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