- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Samstag, 05. Oktober 2013 14:37
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Universitäten, Pharmakonzerne und Militärs auf der ganzen Welt sind dabei, eine neue Generation von Supermedikamenten zu entwickeln. Risiken und Nebenwirkungen bleiben vorwiegend im Dunkeln.
Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) schätzt, dass jedes Jahr weltweit etwa 1,5 Milliarden „Linien“ Kokain gezogen werden. Doch wer sich mit dem Alkaloid aus der Kokapflanze dopt, steht mit einem Bein im Gefängnis. Dennoch werden weltweit Unsummen mit dem Stoff umgesetzt, exakter: ein Gramm Kokain kostet gegenwärtig etwa 60 Euro (Globometer.com). Irgendwie logisch, dass der gigantische Koks-Kuchen Begehrlichkeiten weckt. Moralisch bedenklich zwar, aber gesetzlich legal. Beispiel: das sogenannte „Doping -Präparat“ Adderall.
Weil es in der Filmbranche beliebt ist, gilt es inzwischen als "Hollywood-Droge". Es enthält Dextroamphetamin, welches zu den Stimulanzien gehört und wird auch zur Behandlung von ADHS eingesetzt. Es ist ein Amphetamin, das die Konzentration verbessert, ähnlich der Droge Speed. Die Droge Adderall, erhältlich als Arznei, steigert auch die geistige Leistungsfähigkeit und hemmt das Hungergefühl. Schlank und immer fröhlich-fit, das kommt gut an im Film- und Glitterbusiness. Und im Unterschied zu den „bösen Drogen“ ist Adderall beim guten Onkel Doktor zu bekommen, legal und medizinisch angezeigt.
Ein weiterer „Neuro-Enhancer“ ist das Präparat Provigil. Sein Wirkstoff Modafinil macht hellwach und ist besonders bei Akademikern gefragt. Was ihm prompt den Spitznamen "Professor's little helper" einbrachte. Auch Musiker und Poker-Profis schätzen die Pille, die den Geist schärft und die Kontrolle der Gefühle bis zum eiskalten "Pokerface" ermöglicht.
Medizinische Innovationen wie diese verdanken wir der in den letzten Jahren weltweit forcierten Gehirnforschung. Wissenschaftler finden immer mehr darüber heraus, wie Gefühle entstehen, etwa Wut, Ohnmacht, Trauer und Schmerz. Daraus ergeben sich völlig neue Therapieansätze und Möglichkeiten für die Herstellung von Arzneimitteln. Die nächste Generation der Medikamente eröffne auch im OP-Saal neue Möglichkeiten und mache Hoffnung, dass Volkskrankheiten wie Alzheimer oder Parkinson ihren Schrecken verlieren, so die offizielle Darstellung. Inwieweit aus Gehirndoping neue Schrecken entstehen könnten, darüber kein Wort, auch über mögliche Nebenwirkungen nicht. Seltsam jedoch, dass die US-Army keine Bewerber mehr annimmt, die als Kinder das „Zaubermittel“ Adderall bekommen haben.
Quellen: P.M. Magazin; Globometer
Bild:© contrastwerkstatt - Fotolia.com
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