- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Dienstag, 03. November 2015 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Noroviren tauchen beileibe nicht nur auf Karibik-Kreuzfahrten auf. Auch im eigenen Haushalt sollte man die fäkal-oralen Eindringlinge vorsichtshalber auf dem Bildschirm behalten.
Noroviren! Gehört oder gelesen haben wir wohl alle schon über die äußerst unangenehmen Vertreter der Virenfamilie, die schwere Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen. Sie führen immer wieder zu regelrechten Wellen von Infektionen, Spektakulär wird das Erscheinen der Magen-Darm-Piraten in der Regel auf Kreuzfahrtschiffen.
Doch Noroviren kommen weltweit vor und bewirken beim Menschen meist Magen-Darm-Erkrankungen. Die Erreger werden von Erkrankten massenhaft mit dem Stuhl und dem Erbrochenen ausgeschieden und sind hoch ansteckend. Deshalb kommt es häufig in Gemeinschaftseinrichtungen (Kindergärten, Schulen, Altenheimen oder Krankenhäusern) zu größeren Ausbrüchen von Brechdurchfällen. Die meisten Ausbrüche ereignen sich von Oktober bis März. Äußerst unangenehm für alle Betroffenen, keine Frage.
Simpler Zitronensaft wirkt offenbar als Desinfektionsmittel
Die Viren verbreiten sich vor allem über kontaminierte Hände und verunreinigte Lebensmittel. Mediziner bezeichnen diesen Übertragungsmodus als "fäkal-oral". "Daher ist es wichtig, ein sicheres und gesundheitlich unbedenkliches Desinfektionsmittel zur Verfügung zu haben", erklärt Grant Hansman vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg auf scinexx.de
Doch die Wissenschaftler sind den Darm-Terroristen auf der Spur. So berichtet das Magazin "Virology" über eine wirksame Virusabwehr aus der Natur: Simpler Zitronensaft wirkt offenbar als Desinfektionsmittel gegen Noroviren.„Die Zitronensäure bindet an die Oberfläche dieser Magen-Darm-Erreger und hindert sie daran, in menschliche Körperzellen einzudringen. Etwas Zitronensaft am Essen oder auf den Händen könnte sich daher als einfacher, aber effektiver Infektionsschutz erweisen“, so werden die Forscher auf scienexx.de zitiert.
Fruchtsaft drängt Noroviren zurück
Aus früheren Untersuchungen ist bekannt, dass Fruchtextrakte wie Orangen- oder Granatapfelsaft die Noroviren teilweise zurückdrängen. Durch Zufall hatte Hansman bereits herausgefunden, dass handelsübliche Zitronensäure an die Proteinhülle der Viren binden kann – genauer gesagt, das Citrat, also das Salz der Zitronensäure.
"Vielleicht sind ja die paar Tropfen Zitronensaft, die man üblicherweise auf eine Auster träufelt, ein guter Infektionsschutz", spekuliert Hansman. Der Virologe schätzt, dass der Saft einer Zitrone ausreichen könnte, um beispielsweise die Hände zu dekontaminieren.
Die Forscher wollen nun untersuchen, ob Zitronensäure nicht nur eine Infektion verhindern, sondern auch die Symptome einer bereits eingetretenen Krankheit lindern kann.
Es ist also nicht die schlechteste Idee, das WC mit Zitronensäure zu reinigen.
Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, das heimische „Örtchen“ mit Naturkraft zu cleanen:
Quellen: scinexx.de; infektionsschutz.de
Bild: © Tilo Grellmann - fotolia.com
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