- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Dienstag, 21. Juli 2015 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Medikamente bei Kopfschmerzen? Oft haben sie Nebenwirkungen im Schlepptau. Folgende Alternativen sind genauso effektiv.
Wer Kopfschmerzen hat, nimmt eine Tablette, und schon kommt alles wieder in Ordnung. Wirklich?Die bequemste Lösung ist nicht immer die beste: Neurologen raten Spannungskopfschmerz-Patienten, die Finger von Tabletten zu lassen. Denn sie können den Magen belasten und bei häufiger Anwendung sogar zu mehr Schmerzen führen. Denn die Wirkstoffe greifen in das Schmerzsystem des Körpers ein, der nun immer schneller auf Schmerzimpulse reagiert. Wer das verhindern will, kann auf zahlreiche sanfte Alternativen ausweichen:
Oft schleichen sich Spannungskopfschmerzen ein, wenn der Nacken verkrampft ist. In diesem Fall sind Wärmeanwendungen sehr effektiv: Kirschkernkissen lösen die Verspannungen im Schulterbereich und lindern dadurch auch Kopfschmerzen.
Patienten mit verkrampften Muskeln finden auch Massagen sehr angenehm: Leichter Druck an Stirn, Schläfen, Hinterkopf und Schultern nimmt die Spannungen aus der Muskulatur. Das wussten übrigens schon die alten Chinesen und entwickelten aus der wohltuenden Massagetechnik eine eigene medizinische Disziplin: Die Akupressur. Leichter Druck mit dem Zeigefinger genügt, um Blockaden zu lösen.
Da die Experten wissen, dass Patienten mit häufigem Kopfweh zu Schmerzmittelmissbrauch neigen, läuft die Forschung nach sanften Alternativen auf Hochtouren. Und die blieb nicht erfolglos: Forscher fanden heraus, dass eine alte Heilpflanze die Schmerzen an Stirn und Schläfen sehr gut lindert. Pfefferminzöl wird seither gerne bei Kopfschmerzen empfohlen.
Auch die Weidenrinde ist ein traditioneller Schmerzstiller. Seit Jahrtausenden dient der Wirkstoff Salicin dazu, Schmerzen aller Art zu lindern. Aus ebendiesem Wirkstoff wurde im 19. Jahrhundert Aspirin entwickelt. Doch Weidenrinde lässt sich auch heute gut in der Kopfschmerz-Therapie einsetzen: Nebenwirkungen in Form von Magenbeschwerden sind viel seltener als bei chemischen Medikamenten.
Bei der „achtsamkeitsbasierten Stressreduktion“, kurz „MBSR“, geht es darum, die eigenen Reaktionen auf den Schmerz genau unter die Lupe zu nehmen. Gedanken wie „Nein, nicht schon wieder!“ erzeugen Widerstände und Stress, die den Schmerz schnell ausufern lassen. Das emotionale Leid lässt sich lindern, wenn Patienten lernen, ihren Schmerz anzunehmen. Forscher fanden heraus, dass chronische Kopfschmerzpatienten ihre Lebensqualität steigern konnten, als sie gelernt hatten, sich von ihren Schmerzen nicht mehr so sehr beeinflussen zu lassen.
Welche Methoden sehr effektiv sind und warum Ausdauersport und ein ergonomischer Arbeitsplatz ebenfalls eine große Rolle in der Kopfschmerz-Prävention spielen, verrät die Broschüre „Kopfschmerzen ganzheitlich behandeln – Ein Survivel-Kit für den Alltag“.
Hier geht’s direkt zum Survivel-Kit:
Quellen: gesundheitlicheaufklärung.de: jameda.de; portavitalia.com
Bild: © Halfpoint - Fotolia.de ; © Africa Studio - Fotolia.de
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