- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Samstag, 28. September 2013 08:00
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Dänemark hat ein neues System zur Pestizid-Besteuerung. Es soll die negativen Folgen der Pestizidanwendung auf Mensch und Natur reduzieren und Pflanzenschutzmaßnahmen fördern, die weniger schädlich wirken.
Schon vor 15 Jahren war in Dänemark eine Pestizid-Steuer eingeführt worden. Der damalige Steuersatz wurde auf den Verkaufspreis aufgeschlagen und lag z. B. für Insektizide bei 35 Prozent. In den ersten drei Jahren wurden tatsächlich weniger Pestizide verbraucht, doch dann ebbte die Wirkung ab. Nun bringt die neue Steuer für Pestizide, die besonders problematisch für Mensch oder Umwelt sind, einen besonders hohen Steuersatz.
Dieser wird für jedes Produkt mit Hilfe eines neuen “Pestizid-Belastungsindikator” ermittelt. Die Einnahmen aus der Steuer gehen in Agrarprojekte und dienen dazu, den Nationalen Pestizid-Aktionsplan in Dänemark umzusetzen.
Eine Aktion, die der deutschen Agrarwirtschaft ebenfalls gut zu Gesicht stünde. Denn Pestizideinträge aus der konventionellen Landwirtschaft sorgen immer wieder für Probleme. Sogar im Bio-Anbau, wo der Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide verboten ist. Dennoch werden Bio-Obst und -Gemüse aus dem Naturkosthandel systematisch auf Verunreinigungen mit Pestiziden untersucht.
Da Bio aber in einer Umwelt mit vielen Belastungen produziert wird, kann eine vollständige Rückstandsfreiheit nicht garantiert werden. Selbst im grönländischen Inlandeis sind Pestizidspuren nachweisbar, so Kirsten Arp, die das Monitoring von Obst- und Gemüse beim Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V. (BNN) koordiniert. "Eine hundertprozentige Sicherheit kann nur ein weltweites Verbot aller Pestizide bieten", so die Expertin.
Quelle: Naturkost.de
Bild:© Superingo - Fotolia.com
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