- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Montag, 12. Oktober 2015 08:00
- 15 .2
- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
"Statt Wein trink’ Bier – das rat' ich dir". Was sich anhört wie frisch verzapft auf dem Oktoberfest oder am Männerstammtisch nebenan, sollte besonders Frauen aufhorchen lassen.
Wein, Schnaps oder Bier – geht es um Alkohol, überbieten sich die Verfechter von Getränke-Mythen mit Lobliedern auf ihre jeweilige Lieblings-Spezies. Beispielsweise über das „Schnäpschen danach“, das angeblich die Verdauung fördert. Auch das „herzstärkende“ Glas Rotwein wird oft und gerne zitiert. Nicht bekommen auch die „B-Vitamine“ im Bier beachtlichen Beifall.
Als wissenschaftlich gesichert (und von vielen zähneknirschend registriert) galt aber bisher nur: Hochprozentige alkoholische Getränke treiben schon bei mäßigem Genuss das Krebsrisiko in die Höhe. Mäßiger Bierkonsum hingegen könnte das Herz schützen – zumindest bei Frauen. Das legt eine Langzeitstudie nun nahe. Forscher von der Universität Göteborg haben zirka 1.500 Frauen über 32 Jahre lang wissenschaftlich beobachtet, um herauszufinden, wie viele davon einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten, und ob sie an Diabetes oder Krebs erkrankten. Ergebnis: Bei moderatem Biergenuss sank das Herzinfarkt-Risiko gegenüber den „Bierfrei-Frauen“ um 30 Prozent.
Bei Wein stellten die Forscher diesen Schutz-Effekt übrigens nicht fest. Frühere Studien hatten bei mäßigem Weinkonsum einen gewissen Schutz nahe gelegt.
An den Stammtischen wird künftig weiter spekuliert werden
Was "mäßiger Konsum" ist, definierten die Forscher nicht gerade besonders glasig: zwischen ein bis zwei Mal pro Woche und ein bis zwei Mal im Monat, heißt es. Wie viel Glas Bier die Frauen konkret konsumierten, ist den Berichten über die Studie allerdings nicht zu entnehmen. Darüber wird nun an den Stammtischen spekuliert werden. Sicherlich auch darüber, dass Männer nun mal mehr vertragen, zumindest was den Alkohol angeht.
Bezüglich der Sorte erübrigt sich indessen wohl der Ratschlag, nicht unbedingt zum „Armageddon-Bier“ zu greifen. Das gilt als stärkstes Bier der Welt – weil es stramme 65 Prozent an Bord hat.
Wären die Pyramiden ohne Bier nie erbaut worden?
Abgesehen davon: Ein sauberer Big Point für Deutschlands Getränke-Großmeister! Immerhin trinkt hierzulande jeder durchschnittlich über 100 Liter Bier im Jahr (das sind vier große Bier pro Woche). Dem geschätzten Gerstensaft gebührt übrigens die Methusalem-Medaille. Mitnichten eine Spekulation, nachweislich stammen Funde von Brauerei-Überresten aus der Zeit um 10.000 vor Christus, damals war noch Jungsteinzeit. Historisch ebenfalls sehr interessant, wenngleich nicht hochprozentig belegt: Ohne Bier wären die Pyramiden wahrscheinlich nicht erbaut worden. Die Begründung und weitere finden Sie in diesem Video:
Das saubere Dutzend – 12 fidele Fakten über Bier
Quelle: u. a. scinexx.de
Bild: © BillionPhotos.com - fotolia.com
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