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Tagsüber am Schreibtisch und abends auf dem Sofa. Das viele Sitzen macht uns krank. Erkenntnisse aus dem Astronauten-Training der NASA legen eine ganz neue Sitzkultur nahe.

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Im Schnitt verbringen Erwachsene 50 bis 70 Prozent ihrer Zeit sitzend. Das lange Sitzen erhöht das Risiko für Diabetes, Herzkrankheiten und Tod, schreiben Wissenschaftler einer Studie der University of Leicester in Großbritannien. Ist Sitzen das neue Rauchen? Jedenfalls verkürzt zu viel Zeit auf Stühlen, Sesseln und Sofas unser Leben. Das belegen auch US-Wissenschaftler mit einer 14 Jahre dauernden Beobachtungsstudie: Männer, die in ihrer Freizeit täglich sechs Stunden oder mehr sitzen, haben eine 20 Prozent höhere Sterberate. Bei Frauen liegt die Sterberate sogar bei 40 Prozent, heißt es dort.

„Sitting kills“, sagen amerikanische Wissenschaftler. Für viele hierzulande ist das neu. Doch wie es aussieht, ist das permanente Hocken auf einer Stelle ein eigenständiger Risikofaktor. Dieses Wissen haben wir Raumfahrern zu verdanken, oder sollte es besser heißen „Weltraumsitzern“? Jedenfalls fand die „Life Sciences“ Abteilung der NASA eine plausible Erklärung für die These vom „tödlichen Sitzen“: Bei Untersuchungen an Astronauten kam heraus: Regelmäßiges Training (Workout) kompensiert nur bedingt die negativen Einflüsse dauerhaften Sitzens. Das gilt auch für Nicht-Astronauten. Exzessiver Sport am Wochenende kann also nicht ausgleichen, was man sich in sitzender Bewegungslosigkeit eingebrockt hat!

Permanentes Stehen ist allerdings nicht die Lösung. Menschen, die berufsbedingt viel stehen müssen, können davon ein Lied singen. Auch das Herumlaufen bringt nicht den gewünschten Effekt. Nein, das oftmalige Aufstehen von Stuhl, Sofa und Sessel ist es, was die Big Points garantiert. Je häufiger, desto größer der Nutzen.

Was positiv ersetzt werden sollte, ist also die „Permanenz“ beim Sitzen oder Stehen. Noch deutlicher: Es kommt darauf an, die Körperhaltungen möglichst häufig zu verändern! Arbeitswissenschaftler wie Dr. Lars Adolph von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin empfehlen „Dynamisches Sitzen“: Bloß nicht dauerhaft gerade sitzen, sondern sich zwischendurch entspannt nach hinten lehnen, um die Wirbelsäule zu entlasten. Außerdem sollten wir unseren Arbeitsalltag so gestalten, dass wir in Bewegung bleiben. Das gelingt mit beweglichen Schreibtischstühlen und höhenverstellbaren Tischen. Aber auch dann bleibt man im Büro in Bewegung, wenn man im Stehen telefoniert, zum Kollegen nach nebenan geht (statt ihm eine E-Mail zu schreiben) und Dinge, die man zum Arbeiten benötigt nicht alle griffbereit hat.

Faustregel: Alle 20 Minuten vom Stuhl aufstehen bringt mehr als 30 Mal hintereinander

Noch konsequenter sind die Empfehlungen der NASA-Experten. Ihre Faustregel überrascht. Und sie spielt Sportmuffeln eine Steilvorlage zu: Regelmäßig alle 20 Minuten vom Stuhl aufzustehen, bringt mehr, als 30 Mal hintereinander. Ergo: Wer viel sitzen muss, sollte diese zivilisatorisch bedingte Zwangsposition so oft wie möglich unterbrechen. Und wenn der Chef meckert – ein kleiner Hinweis dürfte ihn besänftigen: Mitarbeiter arbeiten effektiver, wenn sie viele kleine Unterbrechungen in ihren Arbeitsalltag einbauen. "Viele kleine Pausen sind besser als eine große", sagt Psychologe Johannes Wendsche von der TU Dresden, der die erholsame Wirkung von Kurzpausen in seiner Doktorarbeit untersucht hat.

Doch mitunter scheint der Sessel voll von Klebstoff zu sein – nur diese eine E-Mail, die kleine Tabelle oder die leichte Kalkulation, die will man dann doch schnell noch erledigen. Und wieder ist eine halbe Stunde versickert. Um den „Sitzbann“ zu brechen, kann man sich, wenn man viel vor dem Computer verbringt, beispielsweise einen speziellen Online-Assistenten installieren. Ein freundliches Männchen animiert dann alle 20 Minuten mit flotten Sprüchen zum Aufstehen. Und vielleicht noch dazu, ein paar kurze Übungen draufzulegen. Zum Beispiel Dehnen, Räkeln, Hocken oder Hüpfen. Ein schlichter Küchenwecker oder eine Online-Eieruhr tun’s aber auch (www.web-eieruhr.de).

Quellen: Hamburger Morgenpost; Magazin „Netcoo“

Bild:© Gina Sanders - Fotolia.com

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