- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Dienstag, 29. Dezember 2015 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Die Knaller-Nacht des Jahres naht. Da möchten viele vorsorglich etwas fürs Plus auf dem Schlafkonto tun. Doch lässt sich unsere „innere Uhr“ überhaupt überlisten? Und wenn ja, wie?
Auch dieses Jahr wird es wieder so sein: Wenn sich das Jahr wendet, ist an Schlaf kaum zu denken, gewollt oder eher zwangsläufig bedingt durch Knaller und Raketen, durch lautstarke Musik und fröhliches Feiervolk. Was also tun, will man nicht in die Minusfalle tappen? Am 29. Dezember – wenn arbeitsfrei – drei Stunden länger schlafen, am 30. Dezember dann drei Stunden eher ins Bett, und sich schließlich am 31. Dezember drei Stunden Mittagsschlaf gönnen? Das wären, rein rechnerisch, genügend Bonus-Minuten um gut ausgeschlafen ins frisch gebackene Jahr zu rutschen.
Und in der Tat: Vorschlafen funktioniert, erklärte Deutschlands bekanntester Schlafforscher Jürgen Zulley im Manager-Magazin, seinerzeit hinsichtlich der Fußball WM. Allerdings begrenzt – und nur für einzelne Nächte: „Sich früher hinlegen hat wenig Sinn, aber wenn spät ein Spiel kommt, könnte man so gegen 18 Uhr noch mal eine Schlafeinheit einschieben, dann bleibt man fitter.“ Nennen wir das Spiel also Silvester, und nehmen wir den Schlafforscher beim Wort.
Wie wirken Champagner und Konsorten auf die Schlafqualität?
In die gleiche Kerbe hinein argumentiert Alfred Wiater, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) in der Online-Ausgabe der „Badischen Zeitung“. Wer im Voraus ausgeschlafen sei, könne am nächsten oder übernächsten Tag besser mit weniger Schlaf auskommen. Über einen längeren Zeitraum könne man allerdings nicht vorschlafen. Das verhindere unsere innere Uhr.
So weit so gut, das klingt logisch. Wäre da nicht König Alkohol, der an diesem Tag bekanntlich vehementer den je das Promille-Zepter schwingt. Wie wirken sich Champagner und Kollegen auf die Schlafqualität aus? Dazu Jürgen Zulley: „Der Abbau von Alkohol ist ein Schlafstörer, das ist für den Organismus richtige Arbeit. Man schläft schlechter, mit mehr Unterbrechungen. Ein Bier oder ein Glas Wein sind kein großes Problem, aber wenn es deutlich mehr wird, sinkt die Schlafqualität rapide.“
Und auf welche Weise kann man nach dem aufregenden Silvester-Kick besser in den Schlaf finden? Der Fachbegriff, bezogen auf die WM-Spiele, lautete „Monotone Stimulation“. Passende Musiktipps dazu hatte der Schlafforscher ebenfalls parat: „Das Requiem von Gabriel Fauré eignet sich exzellent. Das von Mozart nicht – viel zu aufwühlend und dramatisch. Georges Moustaki ist auch wunderbar. Da gibt es ein ideales Stück: "Ma solitude". Oder auch "Le meteque".
Doch das ist der vermutlich härteste Part. Denn die klingende und knallende Konkurrenz wird wieder feste aus allen Rohren feuern…
Quellen: u. a. manager-magazin.de; badische-zeitung.de; aerztezeitung.de
Bild: © stockWERK - fotolia.com
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