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Ein Medizin-Nobelpreis in der Verwandtschaft – das macht den „Meister gegen Erschöpfungen“ umso interessanter. Es könnte sogar eine Abwehrwaffe gegen Alzheimer entstehen.

Dieser Medizin-Nobelpreis ist in den Medien ziemlich stiefmütterlich behandelt worden.Erhalten hat ihn im vergangenen Jahr die chinesische Forscherin Youyou Tu für die Entdeckung von Artemisinin. Diese Substanz steckt in einer Pflanze mit der einprägsamen Bezeichnung „Einjähriger Beifuß“ (Artemisia annua). In China ist sie seit Jahrtausenden als Heilkraut bekannt, unter anderem soll sie Malariaparasiten zuverlässig bekämpft haben. Heute gehört das gelobte Kraut, nicht zuletzt durch die Erkenntnisse der Nobelpreisträgerin, im Rahmen einer „Artemisinin-basierten Therapie“ zum Standard bei der Malaria-Behandlung. „Artemisinin ist das am häufigsten genutzte Medikament gegen Malaria“, wird Elena Levashina vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin auf aerzteblatt.de zitiert. Es sei ein Durchbruch bei der Bekämpfung von Malaria gewesen.

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Von Appetitlosigkeit bis Verdauungsstörungen – Wermut macht Durchhängern Beine

Viel Ehre, sogar viel früher, auch für den europäischen Beifuß-Verwandten Wermut (Artemisia absinthium). Die legendäre Heilkundige Hildegard von Bingen lobte ihn als "wichtigsten Meister gegen alle Erschöpfungen", und Pfarrer Kneipp empfahl Wermut gegen alle Verdauungsprobleme und Ansteckungen.

Das gesunde Geheimnis dahinter: Die alte Heilpflanze hat reichlich Bitterstoffe aller Art an Bord. Diese Riege regt die gesamten Verdauungssäfte des Magens, der Galle und der Bauchspeicheldrüse an. Dadurch reduzieren sich Gärungserscheinungen, Fäulnisprozesse und Blähungen. Zum anderen regt der Bitterschub den Appetit an und bringt die Verdauung in Schwung.

Diese stimulierende Wirkung des Wermut gilt heut als gesichert. Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittelagentur stuft Wermutkraut als traditionelles Arzneimittel ein, und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) empfiehlt es gegen Appetitlosigkeit sowie gegen Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich.

Wermut beweist Talent zum Seelenstreichler und Gedächtnishelfer

Wie alle bitteren Kräuter unterstützt Wermut die Leber bei ihrer Entgiftungsfunktion, regt den gesamten Stoffwechsel an und weckt die Lebensgeister. Mehr noch, offenbar eignet sich Wermut auch als Gedächtnishelfer. Schon Ärzte-Urvater Hippokrates verwendete vor 2500 Jahren Wermut bei nachlassendem Gedächtnis. Neuere Forschungen bestätigten, dass ein Extrakt aus Wermut bestimmte Rezeptoren im Gehirn aktiviert und sich infolgedessen bei Alzheimerpatienten das Nachlassen der Gedächtnisfunktion aufhalten lässt. 

Sogar auf die Pschye soll Wermut einwirken können. Es heißt er schenke deprimierten, lethargischen und trägen Menschen neue Lebensfreude. Denn Menschen, denen es an Interesse mangelt und die manchmal teilnahmslos sind, können leicht atonisch werden. Das kann an ihren geschwächten Verdauungsorganen liegen, wodurch es zu allgemeinen Erschöpfungszuständen bis hin zu Depressionen kommen kann. In solchen Situationen von Schwermut und Lethargie gilt der Wermut als starkes Energetikum für Psyche und Körper.

Die „Modedroge“ Absinth bescherte zahlreichen Künstlern einen Kreativ-Kick

Dass die stimulierende Wirksamkeit des Krautes nicht einfach nur daherphantasiert wurde, zeigen nicht zuletzt „Anwendungserfahrungen“ aus dem 19. Jahrhundert. Seinerzeit war die ModedrogeAbsinth en vogue. Das ätherische Öl aus dem Kraut, destilliert und mit Alkohol vermischt, verschaffte zahlreichen Künstlern offenbar einen kolossalen Kreativ-Kick. Bekannt wurden vor allem die Absinthbilder des Pariser Malers Henri de Toulouse-Lautrec und Edouard Manet. Vincent van Gogh war angeblich sogar absinthsüchtig. Auch Pablo Picasso oder Paul Gauguin waren dem Rauschgetränk nicht abgeneigt; ebenso die Literaten Oscar Wilde, Jack London, Ernest Hemingway oder Victor Hugo.  

Kräuterlehrgang: Beifuß, die Mutter aller Kräuter (Video)

Zusatzlinks:

Quellen: u. a. Heilkrauter.de; kraeuterweisheiten.de; aerzteblatt.de; Magazin natürlich
Bild:      © kazmulka - fotolia.com

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