- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Montag, 01. September 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Viele Menschen nehmen frei verkäufliche Schmerzmittel ohne großes Nachdenken ein. Das kann gefährliche Folgen für die Gesundheit haben.
Hauptsache keine Schmerzen mehr! Doch viele Menschen unterschätzen die Risiken rezeptfreier Schmerzmittel. Denn rezeptfrei, das bedeutet keineswegs harmlos, auch wenn es vielfach so interpretiert wird. Daher rät Stiftung Warentest, die Medikamente nur mit Vorsicht anzuwenden. Das Verführerische an den „Rezeptfreien“: Sie schaffen schnell Abhilfe. Doch die meisten erzeugen mehr Nebenwirkungen, als viele denken. Und eine übermäßige Einnahme kann schwerwiegende Folgen haben, das zeigte die Untersuchung der Warentester. Die Prüfer beziehen sich darin auf eine Studie der Universität Oxford.
Beispiel Acetylsalicylsäure (ASS): Sie schont zwar die Leber, strapaziert aber den Magen und kann die Nieren angreifen. In zu hoher Dosierung hemmt das Schmerzmittel die Blutgerinnung, das Blutungsrisiko steigt. Vor einer Operation oder einer Zahnbehandlung sollte man das Mittel deshalb nicht einnehmen.
Beispiel Diclofenac: Der Wirkstoff lindert Schmerzen, die unter anderem durch Gelenkleiden wie Arthrose und rheumatischer Arthritis entstehen. Laut der Studie der Universität Oxford erhöht eine Überdosierung aberden Blutdruck und steigert so das Infarktrisiko.
Wenig geeignet: Kombinationsmittel wie z. B. Doppel Spalt compact, Neuralgin, Titralgan oder Thomapyrin enthalten oft zwei oder mehr Wirkstoffe – etwa ASS und Paracetamol – plus Koffein. Koffein belebt, kann aber dazu verleiten, die Arznei zu oft und zu lange zu schlucken. Dadurch erhöhe sich das Risiko von Nebenwirkungen, schreibt Warentest. Die therapeutische Wirkung solcher Mittel sei nicht zuverlässig, unerwünschte Effekte könnten sich aber häufen. Stiftung Warentest rät zudem, verschiedene Schmerzmittel nicht zu kombinieren.
Lesen Sie hierzu auch „ASS kann ins Auge gehen“
Doch selbst Medikamente auf Rezept haben ihre Schattenseiten:
„Diese oft verordneten Medikamente erhöhen Ihren Vitaminbedarf“
„Die besten Medikamente zum Krankwerden“
Quellen: focus.de; portavitalia.com
Bild: © Udo Kroener - Fotolia.com
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