- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Montag, 17. Februar 2014 12:01
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Forschungsergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen den so genannten Benzodiazepinen und einem erhöhten Risiko, an Morbus Alzheimer.
Benzodiazepine werden bei Angstzuständen verordnet, sie sind aber auch beliebte und häufig verschriebene Beruhigungs- und Schlafmittel. Ihr Abhängigkeitspotential ist hoch, besonders dann, wenn sie länger als acht Wochen eingenommen werden. Forscher nahmen den Zusammenhang zwischen den „Benzos“ und einem erhöhten Alzheimer-Risiko. Die Studie von Wissenschaftlern der Universität Harvard umfasste insgesamt 1063 Männer und Frauen im Alter von durchschnittlich 78 Jahren. Keiner der Teilnehmer litt bei Studienbeginn an Demenz. Im Verlauf der fünfzehnjährigen Studie zeigte sich jedoch, dass in jener Gruppe, die mit der Einnahme von Benzodiazepinen begonnen hatte, ein 50prozentiger Anstieg bei den Alzheimer- bzw. Demenz-Neuerkrankungen zu beobachten war. Das Erkrankungsrisiko bei den Teilnehmern, die nie Benzodiazepine nahmen, blieb hingegen auf dem üblichen Level.
Benzodiazepine bewirken tief greifende Veränderungen im Gehirn
Frühere Untersuchungen zeigten bereits, dass Benzodiazepine neben Übelkeit, Kopfschmerzen und Lethargie auch zu einem eingeschränkten Erinnerungsvermögen und zu Verhaltensänderungen führen können. Aus weiteren Studien weiß man zudem, dass der Gebrauch der Benzodiazepine auch die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen kann, was selbst nach dem Absetzen der Medikamente in vielen Fällen anhält.
Forscher der Universität Cardiff fanden bereits heraus, dass Briten im Alter von 45 bis 85 Jahren, die innerhalb zweier Jahrzehnte mindestens einmal Benzodiazepine zu sich genommen hatten, ein um 60 Prozent höheres Risiko hätten, im Alter an Demenz zu erkranken.
Angesichts des Ausmaßes der derzeitigen Benzodiazepin-Verschreibungen warnten die Wissenschaftler vor einem „unüberlegten Einsatz“ dieser nebenwirkungsreichen Medikamente. Allerdings würde es kaum verwundern, stießen sie damit auf taube Ohren. Schließlich ist der „Stoff, aus dem die Gute-Nacht-Dröhnung entsteht“, ein echter Verkaufsschlager, der mit immer wieder neuen Einsatzgebieten beworben wird.
Lesen Sie hierzu auch: „Die besten Medikamente zum Krankwerden“: HTTPS://www.portavitalia.com/gesundheit/lange-liste-die-besten-medikamente-zum-krankwerden
Quellen: natürlich-online.ch; feelgoodcoaching24.com
Bild: © Fotolia.com
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