- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Dienstag, 17. Dezember 2013 08:25
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Regelmäßig eingenommene Arzneimittel gegen zu viel Magensäure können das Risiko für einen B12-Mangel erhöhen.
Medikamente gegen zu viel Magensäure haben eine bisher wenig beachtete Nebenwirkung: Wer sie länger nimmt, hat ein erhöhtes Risiko für einen Mangel an Vitamin B12. Bleibt ein solcher Mangel unbehandelt, können Blutarmut, neurologische Störungen und sogar Demenz die Folge sein, berichten US-Forscher im Fachjournal "JAMA".
Frauen und jüngere Altersgruppen waren stärker betroffen als Männer oder ältere
Für ihre Studie werteten Jameson R. Lam vom Kaiser Permanente Hospital im kalifornischen Oakland und Kollegen die Vitamin- und Medikamentendaten von mehr als 200.000 Patienten aus. Das Ergebnis: Teilnehmer, die zwei Jahre oder länger regelmäßig Säureblocker eingenommen hatten, hatten ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin-B12-Mangel. In der Gruppe der Mangelpatienten waren sie um knapp fünf Prozent stärker vertreten als in der Kontrollgruppe mit ausreichend B12. Der Zusammenhang zwischen Magensäure-Hemmern und Vitamin-B12-Mangel war dabei umso stärker, je höher die Dosierung der Säureblocker war, wie die Forscher berichten. Zudem waren Frauen und jüngere Altersgruppen stärker betroffen als Männer oder ältere.
Die Forscher warnen allerdings vor vorschnellen Reaktionen: "Das heißt nicht, dass wir von Säureblockern bei Personen mit klarer Indikation für eine entsprechend Behandlung abraten", so Lam und Kollegen. "Aber Mediziner sollten bei der Verschreibung dieser Arzneimittel wachsam sein und die jeweils geringstmögliche Dosis einsetzen." Zudem sollten sie den Vitamin-Status ihrer Patienten überwachen.
Die gute Nachricht am Schluss: Bei den Teilnehmern, die aufhörten, die Säureblocker zu nehmen, normalisierte sich nach einiger Zeit auch das Risiko für den Vitamin B12 Mangel.
Bild:© tongdang - Fotolia.com
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