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Erst landete Kava Kava vor dem Kadi. Nun ist es rehabilitiert, und bald gibt es das pflanzliche Mittel gegen nervöse Angst-, Spannungs- und Unruhezustände wieder zu kaufen.

Kava-Kava, oder auch "Rauschpfeffer", dient Polynesiern seit Jahrhunderten zu rituellen Zwecken. Auch in der westlichen Phytotherapie war die Pflanze bei der Behandlung von nervösen Angst-, Spannungs- und Unruhezuständen kaum wegzudenken. Bis das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 2002 die Zulassung widerrief. Begründung: ein erhöhtes Risiko für Leberschädigungen. Ursache: Der Todesfall einer 81-jährigen Patientin, die über drei Monate ein Kava-Kava-Präparat eingenommen hatte und an einem Leberversagen verstarb. Für das Bundesamt ein klarer Beweis für die Gefährlichkeit von Kava-Kava! Die Begleitumstände lassen allerdings Zweifel aufkommen: neben dem Kava-Kava-Präparat nahm die Patientin Hydrochlorothiazid ein. Diese Substanz kann zu einer Gelbsucht führen. Verantwortlich für den Tod war jedoch eine schwere Leberzirrhose, als Folge langjährigen Alkoholmissbrauchs! Die Patientin wäre aufgrund ihres Alkoholkonsums in jedem Fall an Leberversagen gestorben. Diese Hintergründe wurden der Presse allerdings nicht mitgeteilt...

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Die schulmedizinische Alternativen nach dem „Ausscheiden“ von Kava-Kava: die Gabe von Tranquilizern (Bromazepam, Oxazepam oder Diazepam, z. B. Valium). Medikamente dieser Substanzklasse machen allerdings nach relativ kurzer Zeit abhängig und beeinträchtigen die Reaktionsfähigkeit und damit die Verkehrstüchtigkeit. Damit aber nicht genug. “In den letzten zehn Jahren wurden zirka 250 Millionen Tagesdosen Kava-Kava verordnet“, erklärte seinerzeit  Dr. Volker Schmiedel von der Habichtswald Klinik in Kassel. „Selbst wenn man die 24 Fälle der BfArM-Liste zugrunde legt (und wir wissen jetzt, dass diese Zahl falsch, nämlich viel zu hoch ist), dann tritt zirka eine Leberschädigung pro 10 Millionen Tagesdosen auf. Aus anderen Untersuchungen wissen wir, dass bei Oxa- und Bromazepam zirka ein Leberschaden pro Million, bei Diazepam sogar pro 500.000 Tagesdosen auftritt.“

Alternativ zu Kava-Kava empfohlene Beruhigungs- und Schlafmittel haben ein Abhängigkeitspotenzial.

Zwar hatte sich die Arzneimittelkommission E gegen den Widerruf der Zulassung ausgesprochen und das BfArM im Jahre 2005 den Widerruf in ein Ruhen der Zulassung umgewandelt – für Patienten änderte sich an der Situation jedoch nichts. Es war ihnen nicht möglich, legal an Kava-Kava zu gelangen. Nun, nach insgesamt 12 Jahren, das meldet die Carstens-Stiftung, gibt es Grund zum Aufatmen: Das Verwaltungsgericht Köln hat den Widerruf der Zulassung für rechtswidrig erklärt. Nach Prüfung und Bewertung u. a. der Berichte über Nebenwirkungen urteilt das Gericht,dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis Kava-Kava-haltiger Arzneimittel in den empfohlenen Dosen bei nervösen Angst-, Spannungs- und Unruhezuständen nicht als ungünstig zu erachten ist. Das Risiko für die beschriebenen Nebenwirkungen sei "selten" bis "sehr selten". Vielmehr wiesen die damals als Alternativen zu Kava-Kava empfohlenen Benzodiazepine (bestimmte Beruhigungs- und Schlafmittel) und Psychopharmaka ein Abhängigkeitspotenzial auf.

Patienten mit psychischen Beschwerden können also hoffen, dass Ihnen in Zukunft wieder eine pflanzliche Alternative oder Ergänzung zu Benzodiazepinen und Psychopharmaka zur Verfügung steht. Sofern das BfArM nicht in Berufung geht.

Quellen: carstens-stiftung.de; gesundheitstipps.wicker-kliniken.de
Bild:      © Heike Rau - Fotolia.com

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