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„Simsalabim“ und alles wieder im Lot! Das scheint die Zauberformel der EU-Kommission zu sein. Mit neuen Höchstwerten sollen belastete Fische als ungefährlich „umgezaubert“ werden.

Schnürt der Anzug die Luft ab, wird er einfach auf „lässig weit“ umgeschneidert. Das klappt auch bei zu engen Schuhen, ebenso bei Hüten. Den Kleidungsstücken schadet das nicht. Aber wie sieht es aus mit der menschlichen Leber? Wie kommt die mit „erweiterten Höchstwerten“ klar?

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Der Zusammenhang: Weil bestimmte Fische zu stark mit Quecksilber belastet sind, soll jetzt einfach der Grenzwert erhöht werden – damit solche Fische wieder verkauft werden dürfen. Zur Erinnerung: Quecksilber ist ein hochgiftiges Schwermetall, dass auf verschiedenen Wegen in Meeren, Flüssen, Seen landet – und so auch in Fischen.

Bis her hieß es hoch offiziell: „Bei Einhaltung dieser Höchstgehalte, die durch die Lebensmittelüberwachung der Länder kontrolliert werden, ist eine gesundheitliche Gefährdung der Allgemeinbevölkerung bei in Deutschland üblichen Verzehrgewohnheiten nicht zu erwarten. Allerdings gelten Schwangere und Stillende beziehungsweise deren Föten und Neugeborene als besondere Risikogruppe gegenüber toxischen Wirkungen von Quecksilber. Daher wird Schwangeren und Stillenden empfohlen, bezüglich ihres Fischverzehrs hauptsächlich auf Fischarten zurückzugreifen, die in der Regel vergleichsweise geringe Gehalte an Quecksilber enthalten, und den Verzehr der nachstehend genannten potenziell höher mit Quecksilber belasteten Fische (und Erzeugnisse daraus) zu vermeiden: Haifisch, Buttermakrele, Aal, Steinbeißer, Schwertfisch, Heilbutt, Hecht, Seeteufel und Thunfisch“. BMUB (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit).

Eine klare Aussage, wie man annehmen sollte. Dennoch will die EU-Kommission nun die zulässigen Höchstwerte verdoppeln – und so zulassen, dass hoch belasteter Fisch auf unseren Tellern landet!

Hier können sie die EU-Kommission auffordern, die Grenzwerte nicht der Belastung anzupassen, sondern dafür zu sorgen, dass weniger Quecksilber freigesetzt wird.3

Quellen: bmub.bund.de; netzwerk-frauengesundheit.com; foodwatch.org
Bild:      © Natalia Klenova - Fotolia.com

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