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Gesundes Essen ist zu teuer – dieses Argument hört man oft. Aber stimmt es wirklich? An wissenschaftlichen Belegen dazu mangelte es bisher. Jetzt haben Forscher dies nachgeholt. 

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Auf der Website einer Hamburger Krankenkasse wurde der Stammtisch-Slogan „Gesund ist teuer“ als „Ernährungsmärchen“ tituliert: Natürlich könne man seine Arterien vor der Verstopfung bewahren und gleichzeitig Geld sparen. Man müsse sich einfach auf Grundnahrungsmittel konzentrieren, beispielsweise eine Packung Reis oder einen Sack Kartoffeln kaufen, dazu saisonales Obst und Gemüse. Das sei letztlich billiger als eine Packung Fertigfritten. Doch ganz so einfach geht die Rechnung nicht auf, fanden Forscher der Brown University in Providence heraus. Sie analysierten 27 Studien zu den Kosten verschiedener Ernährungsmuster aus zehn Ländern mit hohem Einkommen. Als gesund stuften sie Mahlzeiten ein, die einen hohen Anteil an Früchten, Gemüse, Nüssen und Fisch enthielten. Als ungesund galten unter anderem Produkte aus Weißmehl und Lebensmittel, die industriell verarbeitet worden waren – wie die berüchtigte Tiefkühlpizza.

Unterm Strich kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass die gesündesten Mahlzeiten eine Person pro Tag im Schnitt um rund einen Euro teurer zu stehen kommen als die ungesündesten Gerichte. Ursache für den Preisunterschied: Vor allem die Infrastruktur. Beim Junkfood sei ein komplexes Netzwerk aus Kapazitäten in Anbau, Lagerung, Transport, Verarbeitung, Herstellung und Marketing entstanden, das den Verkauf stark verarbeiteter Lebensmittel zu maximalen Margen für die Industrie begünstigt.

Fazit: Wer Fertigfrikadellen, Tiefkühlpizza und dergleichen zu Gunsten von Obst, Gemüse und Fisch links liegen lässt, zahlt pro Tag etwa einem Euro drauf. Gesundes Essen ist tatsächlich etwas teuerer – aber mal ganz ehrlich: ist unsere Gesundheit diesen Qualitäts-Aufpreis nicht wert?

Quelle: BMJ Open

Bild: Fotolia.com

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