- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Montag, 25. November 2013 12:41
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
In Brüssel und Berlin biegen sich die Balken. Monsantos Chemiekeule soll unbedenklich sein. Lügen bis der Landarzt kommt? Auf jeden Fall ein Foulspiel auf Zeit.
“Roundup” vom US-Konzern Monsanto ist das weltweit meistverkaufte Unkrautvertilgungsmittel. Es wurde 1970 patentiert und in den Markt gebracht. Inzwischen ist das Patent abgelaufen (2000), sprich: Man kann nur noch wenig Geld damit verdienen. Heute gibt es andere Präparate, die dem “Roundup” ähneln, der Hauptwirkstoff des Herbizids ist derselbe: Glyphosat. Das wird bis heute als umweltfreundlich, ungiftig und sicher medial „verkauft“. Denn: Das böse Unkraut wird zerschmettert, auf dass das gute Kraut noch besser gedeihe. Konsumenten und Bauern werden von der Chemiekeule natürlich nicht betroffen.
Wirklich? Längst sind die Marketingfreundlichen Ergebnisse durch unabhängige Studien widerlegt worden. Denn dass, was Monsanto als Wissenschaft ausgegeben hatte, fußte größtenteils auf unveröffentlichten Studien aus eigenem Hause – mit dramatisch positiven Ergebnissen. Doch inzwischen erschienen immer mehr Studien, die nicht zum gewünschten Monsanto-Ergebnis kamen. Unter anderem brachte die Sendung Kontraste einen Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung. Demnach ist möglicherweise der Chemikaliencocktail für die bei Landwirten auftretenden Haut- und Lungenerkrankungen verantwortlich: HTTPS://www.youtube.com/watch?v=zYF1ejWyuvw
Für das Ministerium für Verbraucherschutz ist die Substanz immer noch ein Idealprodukt, das ohne Einschränkungen eingesetzt werden kann
Das deutsche Ministerium für Verbraucherschutz kam allerdings in Untersuchungen zu ganz gegensätzlichen Ergebnissen: Für sie ist die Substanz immer noch ein Idealprodukt, das ohne Einschränkungen eingesetzt werden kann. Hier darf gefragt werden: Seit wann sind Politiker in der Lage, wissenschaftliche Erhebungen durchzuführen? Vermutung: Sie greifen auf alte Unterlagen zurück, die klar belegen, dass Glyphosat lupenrein ist. Dabei wurde ignoriert, dass diese Unterlagen aus dem Hause Monsanto stammen.
Angesichts dieser Kluft zwischen alten Monsanto-Märchen und neuen Ergebnissen unabhängiger Wissenschaftler versprach man so etwas wie eine neue Risikobeurteilung. Eine Kommission wurde sofort aktiv – und verschob die Untersuchung auf 2015. Kritiker vermuten, dass man diesen Zustand sogar bis 2030 pflegen möchte. Monsanto und Consorten können durchatmen. Ihre Lobbyarbeit hat sich bezahlt gemacht.
Politiker blockieren das Verbot von Genpflanzen auf deutschen Feldern
Auch im ZDF lief kürzlich eine Sendung über die „ökologische Zeitbombe“. Und dennoch gibt es Politiker, die behaupten, dass Herbizide gesund seien? Jedenfalls wird in den aktuellen Koalitionsverhandlungen ein Verbot von Genpflanzen auf deutschen Feldern blockiert. Die Organisation Campact hat hierzu einen Appell gestartet:
https://www.campact.de/gentechnik/appell/teilnehmen/
Video: Quelle You Tube / Kontraste
Bild: © tashka2000 - Fotolia.com
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