- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Dienstag, 07. Januar 2014 08:15
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Nebenwirkungen mal ganz anders beleuchtet – manche Arzneimittel können eine Gewichtszunahme verursachen, und das nicht zu knapp.
Normalerweise werden Medikamente eingenommen, um eine Krankheit loszuwerden oder zumindest zu lindern. Neben dem erhofften Erfolg können Arzneimittel jedoch auch unerwünschte Begleiterscheinungen zeigen – zum Beispiel ein fettes Kiloplus. Vergleichsweise häufig kommt dies bei Psychopharmaka vor, also bei Arzneistoffen gegen psychische Probleme. Dazu gehören unter anderem sogenannte trizyklische Antidepressiva.
Auch Mittel gegen Diabetes treiben manchmal den Zeiger der Personenwaage hoch. Insulin zum Beispiel kann den Appetit anheizen. Wer es häufig falsch anwendet, es zum Beispiel in zu hoher Dosis spritzt, kann auf Dauer aufspecken. Durchschnittlich etwa fünf Kilo während der ersten 3 bis 12 Monate.
Sogenannte Betablocker, das sind bestimmte Medikamente gegen zu hohen Blutdruck, können sich ebenfalls ungünstig auf das Körpergewicht auswirken.
Bekannt ist diese unerwünschte Wirkung auch für Kortisonpräparate. Wer Kortison über Jahre als Tablette einnehmen muss, bei dem macht sich dies unter Umständen in Form überflüssiger Masse bemerkbar. Denn Kortison lässt den Blutzuckerspiegel ansteigen und macht hungrig. Zudem kann es zu einer Umverteilung des Körperfetts führen: Fettpölsterchen siedeln sich bevorzugt am Körperstamm an, etwa in der Hals-Nackenregion, im Gesicht und am Bauch.
Aber auch andere Hormonpräparate können zu Plus-Pfunden führen – Kontrazeptiva, die Antibaby-Pillen. Allerdings sind die heutigen „Pillen gegen Storch“ niedriger dosiert, sodass Frauen nur mit weniger Gewichtszunahme rechnen müssen.
Wer ungewollt zunimmt, sollte überprüfen, ob er in den Wochen oder Monaten zuvor ein neues Medikament verordnet bekam. Ein Blick in den Beipackzettel kann erste Hinweise auf Nebenwirkungen liefern. Wichtig: Das Mittel keinesfalls in Eigenregie absetzen! Einen solchen Schritt muss immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Der kann Nutzen und Risiko abwägen und möglicherweise ein anderes Präparat verschreiben. Denn nicht jeder Arzneistoff aus einer Wirkstoffgruppe hat automatisch die gleichen Nebenwirkungen.
Es ist paradox, dass genau die Medikamente, die für die Behandlung bestimmter Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes verschrieben werden, die Auswirkungen noch verschlimmern, die von diesen Krankheiten verursacht werden.
Daher wäre es ein sinnvolles Experiment, einmal auszuprobieren, ob eine Ernährungsumstellung den Griff zur Pharma-Pille überflüssig machen oder zumindest in seiner Häufigkeit drosseln kann. Erfahrungsgemäß lassen sich dadurch oft gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn oft verschwindet dann neben Blutdruck und Diabetes gleichzeitig auch noch überflüssiges Gewicht.
Quellen: Apotheken Umschau; montignac.com
Bild:© fovito - Fotolia.com
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