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Ein langlebiges Abbauprodukt des Insektizids DDT wurde überproportional häufig bei Alzheimer-Patienten gefunden. Fördern auch andere Pflanzenschutzmittel Erkrankungen?

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Morbus Alzheimer kann ein  „DDT-Spätschaden“ sein. In einigen Ländern wird DDT allerdings noch immer verwendet. Zudem gibt es Ausnahmeregelungen, etwa für die Bekämpfung der Malaria. Dadurch und wegen der großen Stabilität der Chemikalie in der Umwelt ist nicht auszuschließen, dass Menschen auch heute noch geringe Mengen DDT über die Nahrung aufnehmen. Darauf deutet eine Fall-Kontroll-Studie aus den USA hin (JAMA Neurology). Bei den Patienten wurden vierfach höhere Konzentrationen des DDT-Zwischenproduktes DDE im Blut gefunden als bei der gesunden Kontrollgruppe. Abgesehen von DDT: "Das ist eine der ersten Studien, die einen starken Risikofaktor aus der Umwelt für Alzheimer identifizieren", verlautet aus dem Emory Alzheimer Forschungszentrums in Atlanta (USA).

Die allermeisten Pflanzenschutzmittel auf dem Markt sind weit giftiger als bisher behauptet

Sind andere Mittel weniger gefährlich? Offenbar nicht. Wie Professor Gilles-Éric Séralini von der französischen Universität Caen vor Kurzem entdeckte, sind die allermeisten Pflanzenschutzmittel auf dem Markt weit giftiger als bisher behauptet. Denn die »inaktiven« Inhaltsstoffe machen die angeblich harmlosen Präparate um das Hundertfache wenn nicht gar Tausendfache giftiger als die zugelassenen aktiven Inhaltsstoffe.

In der Studie untersuchte Prof. Séralini neun Pflanzenschutzmittel, die Landwirten derzeit zur Verfügung stehen. Acht von neun erwiesen sich demnach als deutlich giftiger als staatliche Behörden auf der Grundlage der Bewertung ihrer aktiven Inhaltsstoffe allein angenommen hatten. Praktisch alle Pflanzenschutzmittel enthalten so genannte »inaktive« oder »inerte« Inhaltsstoffe, die als Wirkungsverstärker agieren und die Gesamtwirksamkeit ihrer primären aktiven Inhaltsstoffe erhöhen. Bisher ging man davon aus, diese „unbedeutenden Zutaten“ wären sicher. Deshalb werden sie von den Behörden im Rahmen des Zulassungsprozesses in der Regel gar nicht erst getestet. Doch in fast allen Fällen stellten sich die getesteten Pflanzenschutzmittel als um Größenordnungen giftiger heraus als ihre aktiven Inhaltsstoffe.

Die tatsächliche Toxizität von Pestiziden, die in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, ist Landwirten, Politikern und Bürgern vorenthalten worden

»Pestizide enthalten Zusatzstoffe, die von den Herstellern oftmals geheim gehalten und als inert bezeichnet werden, plus ein deklariertes Wirkprinzip, das normalerweise isoliert getestet wird«, heißt es in der Studie. Wenig überraschend: Roundup, der berüchtigte Unkrautvernichter-Cocktail von Monsanto, erwies sich bei der Studie als das giftigste Pflanzenschutzmittel. Roundup, das nur so strotzt vor toxischem Glyphosat, das mit Geburtsschäden, Hormonstörungen, Krebs und anderen Krankheiten in Verbindung gebracht wird, erwies sich als erheblich giftiger als das Glyphosat allein.

Der Skandal daran: Der geltende Rahmen für die Bestimmung der duldbaren täglichen Aufnahme für Pflanzenschutzmittel beruht ausschließlich auf der angenommenen Toxizität ihrer isolierten aktiven Inhaltsstoffe – und nicht der der Pflanzenschutzmittel, als die sie verkauft werden. Somit ist die Bevölkerung über die Umwelt und über die Nahrungskette substanziell mehr Giften ausgesetzt ist, als man sich je hätte vorstellen können. »Die tatsächliche Toxizität von Pestiziden, die in der intensiven Landwirtschaft zum Einsatz kommen, ist Landwirten, Politikern und Bürgern bisher vorenthalten worden«, betonte Professor Séralini.  

Quellen: dpa; aerzteblatt.de; aerztezeitung.de; foodnavigator.com

Bild: © Dusan Kostic - Fotolia.com

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