- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Donnerstag, 02. April 2015 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Ostern endet die Fastenzeit. Doch Zeit für Fasten ist immer. Mit überraschenden Effekten für Leib und Seele. Und ohne „Jo-Jo-Effekt“.
Fasten, das heißt nichts essen, wie schrecklich! Aber stimmt das wirklich?Wer schon einmal gefastet hat, reagiert ganz anders. Wie neu geboren und voller Energie fühlen sich die meisten. „Leichter beschwingter und frischer“, beschreiben andere den Fasten-Effekt. Alles nur Einbildung? Mitnichten, mittlerweile hat die wissenschaftliche Forschung erkannt und sogar einwandfrei nachgewiesen, dass die vom Fasten ausgehenden gesundheitlichen Vorteile keinesfalls aus der Luft gegriffen sind. So verweist Professor Dieter Melchart vom Kompetenzzentrum für Naturheilkunde und Komplementärmedizin der Technischen Universität München unter anderem auf erhebliche antioxidative Effekte. Das führt in der Konsequenz dazu, dass das Risiko für degenerative Erkrankungen sinkt – beispielsweise für Arteriosklerose oder Demenz, aber auch für Krebs. Fasten beugt also auch vor.
Wer Kalorien reduziert, wird mit Anti-Aging-Effekten belohnt
Übrigens: Von der Religionsgemeinschaft der Mormonen, die monatlich einen Fastentag einlegen, ist bekannt, dass sie ein geringeres Risiko für koronare Herzerkrankungen haben. Neueste Studien aus den USA zeigen zudem, dass eine generelle Kalorienreduzierung regelrechte Anti-Aging-Effekte zeigt. Und das hat gute Gründe: So verbessert Fasten die Fließeigenschaft, die sogenannte Viskosität, des Blutes, Sauerstoff und Nährstoffe gelangen besser in die Körperzellen und der Blutdruck senkt sich. Eine Steigerung der Leistungsfähigkeit ist die Folge. Die Serotonin-Konzentration im Blut nimmt zu, eine stimmungsaufhellende Wirkung tritt ein.
Letztendlich findet während des Fastens eine vegetative Umstimmung statt von Spannung/Leistung (Sympathikus) zu Entspannung/Regeneration (Parasympathikus), die sich im Hormonspiegel zeigt: die "Stress-Hormone" Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol sinken deutlich ab und bleiben auch dann niedrig, wenn es zu stressbehafteten Situationen kommt. Durch das Fasten wird also eine innere Ruhe erzeugt, die sich so leicht nicht mehr erschüttern lässt.
Wer eine Fasten-Kur plant, sollte sich jedoch gut vorbereiten. Es ist wichtig,nicht einfach "drauflos zu fasten", sondern das Fasten durch Entlastungstage langsam einzuleiten und die Fastendauer zu planen. Welche Nahrungsmittel in welcher Menge während des Fastens zu sich genommen werden sollten, hängt von der jeweiligen Kur ab. Unterstützt wird das Heilfasten in der Regel durch therapeutische Maßnahmen wie abführende Salze, Wickel, Bewegungsprogramme usw.
"Beim Heilfasten wird der Darm erstmal ruhig gestellt, er ist ja entzündet, er ist verkrampft, wie ein schmerzhafter Muskel. Er wird erstmal vorsichtig gereinigt, er wird geschont durch das Fasten, das heißt, jetzt kann sich der Darm auch ohne Nahrungszufuhr erholen", erklärt Dr. med. Robert Bachmann, Allgemein- und Fastenarzt in der Malteser Klinik von Weckbecker, Bad Brückenau in dem Video „Was bringt Fasten der Gesundheit?“.
Hier die „Top Ten Tipps“ zum Fasteneinstieg
Quellen: u. a. br.de; carstens-stifting.de
Bild: © Otto Durst - Fotolia.com
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