- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Montag, 29. September 2014 13:53
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Negative Schlagzeilen sind schnell geschrieben. Doch nicht selten basiert das Bashing der Massenmedien auf heißer Luft.
Es ist immer wieder spannend, sich bei seltsamen Studienergebnissen den genauen Studienablauf anzusehen. Beispiel Omega-3-Fettsäuren: In den letzten Jahren gelangen der medizinischen Forschung zunehmend wissenschaftliche Nachweise für deren gesundheitliche Bedeutung. So beeindrucken diese Fettsäuren beispielsweise mit besten anti-entzündlichen Eigenschaften und wirken positiv auf Autoimmunerkrankungen, beispielsweise Rheuma. Bisher war Fisch der Omega-3-Star schlechthin, sofern er aus dem Meer stammt. Vermutlich nicht umsonst ist die Lebenserwartung in „Fischverzehrer-Ländern“ – wer denkt da nicht gleich ans Sushi-Paradies Japan – geradezu legendär.
Auf der nördlichen Halbkugel greift der Gesundheitsbewusste Esser vorwiegend zu Lachs, Makrele und Hering. Auf der anderen Seite: Wer will schon belasteten Fisch essen, wenn Quecksilber schreckt oder schlechtes Umweltgewissen plagt – wegen der Überfischung der Meere. Wer deshalb das Fischbesteck in die Ecke wirft, muss sich dennoch keine Sorgen über eine Omega-3-Unterverorgung machen. Denn es gibt eine noch eine weitaus schlagkräftigere Variante als Fisch – das Leinöl. Zum Vergleich: Während in 100 Gramm fettem Seefisch gerade mal 3 Gramm Omega-3-Fettsäuren stecken, tischt man sich mit der gleichen Menge Leinöl bis zu prallen 55 Gramm auf.
Soviel good News rufen Umsatz-Neider auf den Plan. Teure Pillen statt billiges Leinöl, damit lässt sich weitaus mehr verdienen. So erschien denn auch – ausgerechnet im traditionellen Butterland Holland – eine recht nebulöse Studie über den gesundheitlichen Wert von Fettsäuren. An einer Gruppe von Testpersonen untersuchten Wissenschaftler, ob Omega-3-Fettsäuren das Risiko für Herz-Attacken mindern könnten oder nicht. Knallhartes Ergebnis: Nein, können sie nicht! Wer sich allerdings den seltsam anmutenden Studienablauf genauer unter die Lupe nahm, kam – nicht ganz und gar überraschend – zu komplett anderen Schlussfolgerungen. Denn siehe da, die holländischen Testpersonen nahmen während der drei Jahre dauernden Studie nicht etwa hochwertiges Leinöl ein, auch kein Krillöl, nicht einmal Fischölkapseln. Sie mussten jeden Tag Margarine essen. Nicht irgendeine Margarine, sondern eine, die mit Omega-3-Fettsäuren angereichert war. Mit Betonung auf angereichert. Denn Omega-3-Fettsäuren entfalten ihre Wirkung nur im natürlichen Lebensmittel, nicht aber als „ „isolierte Beigabe“.
Es stellte sich heraus – wiederum nicht ganz und gar überraschend: bei den Testpersonen gab es keine Minderung des Herzattackenrisikos. Doch da wüteten schon die Negativ-Schlagzeilen in den Medien („Omega-3-Fettsäuren wenig wirksam!“). Sensation perfekt, Auflagenzahlen gerettet. Und die Verbraucher wieder einmal verwirrt. Kaum jemand erfuhr, dass in der Studie Margarine verwendet wurde…
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„Neue Vitamin-Schelte“: HTTPS://www.portavitalia.com/ernaehrung/neue-vitamin-schelte-freie-radikale-gesund-antioxidantien-gefaehrlich
Quellen: zentrum-der-gesundheit.de; Magazin Netcoo
Bild: © Oxlock - Fotolia.com
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