- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Montag, 22. Februar 2016 08:00
- 16 .2
- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Die Lust auf Essen ist manipulierbar, sogar bis über die Sättigungsgrenze hinaus. Durch an sich harmlose Bestandteile. Doch als Dreier-Kombi sorgen sie für viel Zunehm-Zündstoff.
Schließen Sie mal die Augen und stellen Sie sich eine Portion Spinat vor. Oder einen ganzen Teller voll Blumenkohl. Läuft Ihnen das Wasser im Mund zusammen? Vermutlich eher nicht. Fügen Sie nun aber in Gedanken ein Stück Lachs hinzu, gut gewürzt, in einer Parmesan-Wallnusskruste, eine sahnige Sauce über dem Spinat, und neben dem Teller ein Baguette mit Kräuterbutter…
Appetit bekommen? – Ja klar. Jetzt können Sie das Gericht fast schon schmecken oder riechen. Diese üppige Mahlzeit enthält nämlich alle Zutaten, welche uns Lust aufs Essen machen – und auf das Ignorieren der Sättigungsgrenze. Dieses Trio jubelt jedes Gericht zum Geschmackserlebnis hoch:
Nummer eins: Zucker. Der damit verbundene Wohlgeschmack prägte schon immer unsere Vorliebe für bestimmte Nahrungsmittel. Doch Zucker allein reicht nicht aus, um uns mehr Appetit zu machen. Er benötigt einen Verbündeten.
Nummer Zwei: Fett. Die Kombination von Zucker und Fett schmeckt den meisten Menschen besonders gut. Denken Sie mal an Ihre Lieblingsschokolade oder an Kuchen und Gebäck...
Nummer Drei: Salz. Jetzt ist das schmackhafte Trio komplett. Paradebeispiel sind Kartoffelchips. Viele Sorten haben sowohl eine salzige, als auch eine süße und sogar eine fetthaltige Komponente. Essen wir auch nur einen einzigen Chip, sind wir meist zum Weitermachen verurteilt.
Diese „Fress-Fallen-Kombi" lässt sich austricksen, wenn Sie ...
... möglichst oft einen Bogen um Fast Food wie Burger, Pizza, Kebab und Co. machen
... Fertigprodukte soweit als möglich vom Einkaufzettel verbannen
... frische, unbehandelte Lebensmittel kaufen, idealerweise vom Wochenmarkt
... Ihr Essen möglichst oft frisch kochen
... Lebensmittel mit Geschmacksverstärkern meiden
https://www.ugb.de/lebensmittel-im-test/clean-label-werbung-mit-verzicht/
Zudem sollte man nicht auf verführerische Food-Fotos hereinfallen. Denn das Marketing der Lebensmittelindustrie suggeriert uns über Farben und Verpackungen oft ein völlig falsches Bild. Es ist schwierig, sich davon nicht blenden zu lassen. Saftig, glänzend, bunt und appetitlich – und vor allem fix fertig. Doch was passiert, wenn es schließlich auf dem Teller landet? Der Berliner Künstler Samuel Mueller hat es ausprobiert. In deutschen Supermärkten hat er 110 Fertiggerichte eingekauft, fotografiert, nach Packungsanleitung zubereitet und anschließend noch einmal abgelichtet. HTTPS://www.pundo3000.com/werbunggegenrealitaet3000.htm
Hier das ernüchternde Best of im Video
Quelle: u.a. gfe-ev.de; ugb.de
Bild: © Mara Zemgaliete - fotolia.com
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