- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Donnerstag, 28. August 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Resistenzen gegen Antibiotika treiben Ärzte und Forscher um. Nun zeigt eine Studie, dass es trotz des drückenden Problems kaum Forschungsgelder für neue Arzneien gibt.
Wo keine lukrative Gewinnspanne, da auch kein Forschungsauftrag? Es hat den Anschein, denn trotz des weltweit zunehmenden Problems multiresistenter Erreger steckt die Antibiotikaforschung tief in der Krise. Eine neue Studie aus Großbritannien weist nun auf eine mögliche Ursache für das Desinteresse hin: den geringen Anteil öffentlicher Forschungsgelder. Eine Analyse der Mikrobiologin Professor Laura Piddock von der Universität im britischen Birmingham ergab: nicht einmal ein Prozent der öffentlichen und gemeinnützigen Fördergelder fließen in die Antibiotika-Forschung.
Professor Piddock sieht in ihrer Auswertung ein krasses Missverhältnis zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Erforschung neuer Antibiotika belegt. So steigt seit Jahren die Zahl der Publikationen zu Resistenzen – ein deutlicher Hinweis auf das wachsende Problem. Doch seit Anfang der 1990er Jahre werden immer weniger neue Antibiotika zugelassen. Waren es im Jahr 1992 in Großbritannien noch acht neue Präparate, ist es nunmehr höchstens eines pro Jahr, das auf der Insel zugelassen wird. Für Piddock ist die derzeitige Forschungsförderung deswegen völlig "inadäquat". Sie fordert ein dringendes und substanzielles Wachstum der Forschungsgelder.
Auch Forscher der Uni Bonn hatten bereits mehr Investitionen in neue Antibiotika gefordert. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis bakterielle Krankheitserreger gegen Antibiotika resistent würden. Die Entwicklung neuer Antibiotika müsse intensiviert werden, weil die Bakterien nicht aufhörten, gegen Wirkstoffe unempfindlich zu werden. Das Problem auch hier: Die Firmen ließen durchblicken, mit der Entwicklung neuer Antibiotika nicht mehr genügend Geld zu verdienen.
Lesen Sie hierzu auch: „Die verdrängte Antibiotika-Alternative“:
Quellen: aerztezeitung.de; portavitalia.com
Bild: © vladimirfloyd - Fotolia.com
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