- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Dienstag, 17. Dezember 2013 08:31
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Auch rezeptfreie Hustensäfte aus der Apotheke können gefährliche Nebenwirkungen haben.
Die Warnung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) bezieht sich auf Mittel, die Antihistaminika der ersten Generation enthalten, wie z.B. viele rezeptfreien Husten- und Erkältungsmittel für Kinder. Es handelt sich um auch hustenstillende Substanzen, die neben der erwünschten Beruhigung des Hustenreizes sehr schnell eine einschläfernde Wirkung zeigen – mit teils dramatischen
Folgen: So setzt bereits bei Normaldosierung ein ausgeprägter und lang andauernder Tranquiliser-ähnlicher Effekt ein, der bei älteren Kindern zu Tagesmüdigkeit, Benommenheit, Konzentrationsstörungen führt. Bei Überdosierung kann es sogar zu Halluzinationen und Krämpfen kommen. Hingegen können bei Säuglingen vermehrt zentrale Atemstörungen wie Schlafapnoen und im ungünstigsten Fall der Kollaps von Herz und Atmung auftreten.
Gerade 1- bis 3-Jährige, deren zentrales Nervensystem noch äußerst empfindsam auf dort einsetzende Wirkstoffe reagiert, erhalten die alten Antihistaminika von allen Altersgruppen mit Abstand am häufigsten. Dies liegt auch an den zahlreichen Infekten der Kleinkinder, bei denen bis zu sechs Erkältungen im Jahr als normal gelten.
Die Experten weisen zudem darauf hin, dass selbst pflanzlichen Extrakten aus Weißdorn, Mistel, Passionsblume, Hopfen oder Hafer die bedenklichen Antihistaminika beigemischt sein können. Ihr Ratschlag: Eltern sollten sich bei der Behandlung lang andauernder oder das Kind besonders belastender Erkältungen mit ihrem Kinder- und Jugendarzt beraten, bevor sie zum rezeptfreien Hustensaft greifen.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V.
Bild: © Vera Kuttelvaserova - Fotolia.com
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