- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Montag, 30. Dezember 2013 10:35
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
In Deutschland sterben 15 Mal mehr Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten als bei Verkehrsunfällen. Eine Datenbank hilft bei der Eigenrecherche.
So stellt sich der Laie medizinischen Fortschritt vor: Pharmaforscher testen neue Wirkstoffe in unabhängigen Studien, und Zulassungsbehörden legen hohe Maßstäbe an, ehe sie eine neue Arznei auf den Markt lassen. Die Wirklichkeit sieht anders aus: In Deutschland müssen eine Million Menschen allein wegen der Nebenwirkungen von Medikamenten behandelt werden – in Krankenhäusern. Bis zu 57 000 sterben an den Folgen (Bernd Neumann: „Ärzte gefährden Ihre Gesundheit“).
Vor diesem Hintergrund ist das Informationsangebot des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte hilfreich. Unter www.bfarm.de lassen sich Nebenwirkungen und mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten in einer Datenbank recherchieren.
Allerdings sind die Informationen mit Einschränkung zu betrachten. Denn die Nebenwirkungen, die dort als Verdachtsmomente genannt werden, müssen nicht zwangsläufig eintreten oder nachweisbar sein. Zudem muss man davon ausgehen, dass sich hier nicht alle Verdachtsmomente wiederfinden. Der Grund: Das Institut ist selber Teil des Bundesministeriums der Gesundheit oder jedenfalls Teil des „Geschäftsbereichs“. Die vormals zugelassenen Medikamente werden hier – nach den eingangs nur stichprobenartigen Tests – über Jahre verfolgt. Ergeben sich in der Praxis dann Verdachtsmomente auf Nebenwirkungen, stellt die Behörde diese Erkenntnisse im Netz zur Verfügung.
Das Problematische dabei: Nebenwirkungen müssen im medizinischen Alltag als solche den Medikamenten erst einmal zugeordnet werden. Ob dies in deutschen Krankenhäusern, also den Hauptanwendungsgebieten, geschieht, ist fraglich. Aber zumindest erlaubt die Seite eine grundlegende Eigenrecherche über dokumentierte Nebenwirkungen.
Bild:© DOC RABE Media - Fotolia.com und Porta Vtalia
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