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Das Mammografie-Screening als Verfahren zur Brustkrebserkennung ist umstritten. Unter anderem deshalb, weil die Befunde trügerisch sein können.

Experten verweisen schon seit geraumer Zeit auf Probleme und Grenzen der Mammografie. Die Mammografie-Strahlung könne das Brustkrebsrisiko erhöhen, unter Umständen sogar ganz erheblich, vor allem bei jährlicher Durchführung. Einer der Kritikpunkte: Die Strahlung entfalte möglicherweise eine kumulative krebserregende Wirkung. Der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) fordert jetzt sogar eine komplette Neubewertung. Die am Screening teilnehmenden Frauen müssten umfassend über Nutzen und Schaden aufgeklärt werden.

Zudem regt der DÄB an, bei erhöhter Brustdichte eine reguläre Ultraschalluntersuchung der Brust bei den behandelnden Ärzten vornehmen zu lassen. Die Kosten hierfür soll die Gesetzliche Krankenversicherung übernehmen, da sich nicht jede Frau eine solche IGEL-Leistung leisten könne.

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Radiologen können ihre Diagnose nur mit der „Münzwerfwahrscheinlichkeit“ von etwa 50 Prozent stellen

"Es ist bekannt, dass die Zuverlässigkeit der Mammografie wesentlich von der Dichte des untersuchten Brustgewebes abhängt", erklärt Dr. Christiane Groß, Vizepräsidentin des Ärztinnenbundes. Die Leitlinien zur Mammografie schrieben daher vor, bei einer hohen Brustdichte eine ergänzende Ultraschalluntersuchung vorzunehmen. Die sei aber im Screening-Programm nicht vorgesehen, im Ergebnisbericht Angaben zur Brustdichte zu machen. "Salopp könnte man sagen, dass Radiologen nur mit der Münzwerfwahrscheinlichkeit von etwa 50 Prozent sagen können, ob die untersuchte Brust tumorfrei ist." Dennoch erhielten 50 Prozent der Frauen ohne Angabe der Dichte der Brust die Information, dass keine auffälligen Befunde vorlägen. Diese Frauen würden sich in falscher Sicherheit wiegen, kritisiert der Ärztinnenbund.

Lesen Sie hierzu auch: „Es gibt nicht nur die Mammographie“

Quelle: aerztezeitung.de
Bild:    Redaktion PortaVitalia

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