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Über gezielte Geldvergabepolitik sichern sich Pharmakonzerne Einfluss auf Selbsthilfegruppen. Dabei picken sie sich die renditeträchtigsten Rosinen heraus.

Ob Krebs, Multiple Sklerose oder Muskelschwund – Selbsthilfegruppen sind eine sinnvolle Einrichtung, dienen sie doch dem Informations- und Erfahrungsaustausch von Betroffenen und Angehörigen. Somit sind sie gleichzeitig praktische Lebenshilfe, emotionale Unterstützung und Motivation. Sollte man meinen. Wenn es da nicht ein Dilemma gäbe, in das zahlreiche Selbsthilfegruppen verwickelt sind: Entweder erhalten sie finanzielle Spenden aus der Pharmaindustrie, oder sie werden indirekt gesponsert, etwa durch Einladungen zu Tagungen mit Übernahme der Reisekosten. Über diese gezielte Geldvergabepolitik sichern sich Pharmakonzerne Einfluss auf die Mitglieder von Selbsthilfegruppen.

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Die Strategien der Beeinflussung sind meist sehr diffizil und auf den ersten Blick kaum als solche erkennbar. So werden etwa Bücher oder Broschüren verteilt, deren Inhalte nicht wenige Experten als fragwürdige Mischung aus Fakten und Arzneimittelwerbung einschätzen.

Hinterfragt werden sollte auch die Verschreibungspraxis von Medikamenten, z. B. von Ritalin gegen die Aufmerksamkeits-Defizit-Störung bei Kindern. Auf Druck der Eltern verordnen manche Ärzte das Präparat auch bei Kindern unter sechs Jahren, für die der darin enthaltene Wirkstoff nicht zugelassen ist. Kritiker monieren ebenfalls die Zusammenarbeit von Selbsthilfegruppen mit einer Pharmafirma, die ihren ADS-Leitfaden an Eltern und Lehrer verteilen ließ.

Das Prinzip greift auch bei anderen Selbsthilfegruppen, beispielsweise für Betroffene von Schuppenflechte. Eine neutrale, unvoreingenommene Aufklärung sieht komplett anders aus. Welche Möglichkeiten die Naturheilkunde bietet, dürfte hier, wenn überhaupt, nur am Rande vorkommen

Ein kluger Schachzug der beteiligten Firmen, wenn man es so sehen will. Offenbar ersetzt, was Lobbyarbeit bei Ärzten angeht, heute der scheinbar aufgeklärte Patient den Pharmareferenten. Denn gerade in Selbsthilfegruppen wird massiv für neue Medikamente geworben. Die sollen angeblich wirkungsvoller sind als die Vorläufer. Mit absoluter Sicherheit sind sie erheblich teurer.

Lobbyarbeit unter dem Deckmantel der Aufklärung, wettern Kritiker. Interessant und gleichzeitig symptomatisch dabei: Die Pharmahersteller picken sich die Rosinen renditeträchtigsten Gruppen heraus. So erhalten Selbsthilfegruppen für Muskelschwund-Betroffene extrem wenig finanzielle „Zuwendung“, andere hingegen schwelgen gerade zu im Geldsegen. Eine Auswertung von Pharmaspenden zeigt, dass diejenigen Selbsthilfegruppen das meiste Geld erhalten, deren Mitglieder die teuersten Medikamente benötigen (SPIEGEL 2014, Nr. 22). Demnach erhielt die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke im vergangenen Jahr genau eine einzige Spende der Industrie: magere 200 Euro. Hingegen konnten sich Organisationen von Multiple-Sklerose-Patienten über Spenden des Bayer-Konzerns im Gesamtwert von 62.000 Euro freuen, Merck Serono spendete 26-mal an MS-Patientengruppen und überwies insgesamt 85.000 Euro. Ohne Zweifel eine lohnenswerte Investition. Laut Experten kostet die Behandlung für einen Patienten stolze 28.000 Euro – Jahr für Jahr.

Offenbar hat sich an dem, was dieser Film zeigt, kaum etwas geändert:

Quellen: spiegel.de; freitag.de; naturheilt.com
Bild:      © vege - fotolia.com

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