- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Dienstag, 21. April 2015 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Die Bedeutung der Blutfettwerte beim Menschen wird völlig neu beleuchtet.
Ein lang gehätschelter medizinischer Mythos muss Federn lassen. Zwar besorgt das Gesundheitsrisiko Herzinfarkt nach wie vor die halbe Menschheit und Cholesterin gilt als Killer. Doch die Gleichung „viel Cholesterin in der Nahrung, viele Arterienverkalkung“ ist heutzutage hoch umstritten. Im Kreuzfeuer der Kritiker: Zurechtgebogene Statistiken, unseriöse Studien.
Kaum verwunderlich, dass das Schlagwort „Cholesterinlüge“ immer mehr Beachtung findet.
Wie es scheint, so Kritiker, wurden wir alle durch willkürlich festgelegte Grenzwerte zu Risikopatienten gemacht. Demnach haben etwa 70 von 100 Menschen in Deutschland einen krankhaft erhöhten Cholesterinspiegel. Und so wird der vermeintliche Hauptbösewicht beim Herzinfarkt wird bis heute energisch bekämpft.
Was hat diesen Riesenirrtum verursacht? „SchlechteWissenschaft“, vermutet die New York Times. Allzu lange hätten sich die Behörden auf schwache wissenschaftliche Beweise gestützt, nämlich epidemiologische oder Beobachtungsstudien, die jeweils große Menschengruppen über einen längeren Zeitraum begleiteten. Auch die besten dieser Studien zeigten höchstens Korrelationen, beweisen jedoch keine ursächlichen Zusammenhänge. Mit anderen Worten: Die Cholesterinwerte im Blut werden durch die Ernährung kaum beeinflusst. In ihrem neuesten Bericht lassen die Experten erstens die Low-Fat-Diät fallen wie eine heiße Kartoffel. Zweitens – und das ist die eigentliche Wende – raten sie nicht mehr von Produkten mit viel Cholesterin ab.
Überraschend ist diese Erkenntnis allerdings keinesfalls. In Büchern wie:
„Die Cholesterin-Lüge“ oder „Cholesterin. Endlich Klartext“
warnen renommierte Ärzte schon seit langem davor, sich von dem Schreckgespenst Cholesterin in einen Medikamenten-Marathon treiben zu lassen.
Also alles ein großer Irrtum der medizinischen Mainstream-Forschung? Eine ganz andere Begründung für die jahrzehntelange Hetzjagd auf Cholesterin liegt in der kommerziellen Ebene: Goldgräberstimmung in der Pharmaindustrie, und auch die Hersteller von fettreduzierten Lebensmitteln reiben sich die Hände. Alljährlich 27 Milliarden US-Dollar Umsatz durch sogenannte Cholesterinsenker, da hätschelt man doch gerne den einen oder anderen Mythos, auch über sein wissenschaftliches Verfalldatum hinaus. Vor allem wenn sich das Urteil „Cholesterin ist schädlich“ bereits fest in den Köpfen von Patienten und Verbrauchern eingenistet hat.
Dieses Video bringt die Diskussion rund um das Cholesterin-Gespenst auf den Punkt:
Cholesterinsenker: Fette Gewinne aber magerer Nutzen?
Quellen: beobachter.ch; daserste.de yamedo.de;
Bild: © Zerbor - Fotolia.com
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