- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Mittwoch, 19. November 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Künstliche Fingernägel sind en vogue. Doch Hautärzte warnen vor Folgeschäden. In besonderen Fällen empfehlen sie Nahrungsergänzungsmittel.
Wer schön sein will, muss leiden. Ein geflügelter Spruch, der gar nicht so weit hergeholt ist. Wer sich die Schaufelähnlichen Fingernagelkonstruktionen mancher Mitbürgerinnen ansieht, kann dem nur zustimmen. Praktisch ist das nicht, doch lange Nägel sind schick, und gerade bei jungen Mädchen sind sie sehr beliebt. Beauty-Routine.
Aber welchen Preis zahlen die Frauen dafür, gesundheitlich betrachtet? Die künstlichen Verlängerungen der Finger sind nämlich mit Vorsicht zu betrachten. Fakt ist: Zahlreiche Frauen entscheiden sich für die „zweiten Nägel“, weil die eigenen zerbeult oder porös sind. Doch solche Deformationen können ein Hinweis auf Mangelerkrankungen sein. Deshalb zunächst einen Dermatologen zurate ziehen. Erst wenn alle therapeutischen Maßnahmen ausgeschöpft sind, sollte über künstliche Nägel nachgedacht werden. Denn solche Verschönerungen haben ihre Tücken. So können die natürlichen Nägel aufweichen, in der Folge richten Keime und Pilze einiges Unheil an. Beispielsweise wird Fingernagelpilz meist durch Fadenpilze verursacht, die durch Risse, Wunden oder sonstige Verletzungen ins Nagelbett gelangen und sich dort vermehren. Gefördert wird dies häufig durch Unwissenheit und falsche Pflege. Träger von künstlichen Fingernägeln sind besonders gefährdet, da sich die Erreger gern im Klebstoff festsetzen und vermehren. Dies passiert meist, wenn „die Künstlichen“ über lange Zeit getragen und nicht erneuert werden.
Forscher von der Hautklinik der Universität Aachen haben zudem herausgefunden, dass die Dämpfe, die beim Befestigen und Aushärten von künstlichen Fingernägeln frei werden, Allergien der Haut hervorrufen können. Wer lichthärtende Nägel, Kleber oder Nagelhärter benutzt, atmet acrylhaltige Dämpfe ein. Allergische Reaktionen auf diese Gase können Ekzeme an Händen, Gesicht und Hals sein.
Künstliche Fingernägel zum Aufkleben sind auf Dauer allerdings keine Alternative. Wer darauf nicht ganz verzichten möchte, sollte sie nur kurzfristig, beispielsweise für besondere Anlässe, verwenden und ansonsten den natürlichen Nagel pflegen und stärken. Denn das Beste ist, den eigenen Nagel durch gute Pflege gesund und schön zu halten, etwa durch regelmäßiges, massierendes Eincremen. Patienten mit besonders angegriffenen Nägeln empfiehlt Gertraud Kremer vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen auch Nahrungsergänzungsmittel mit Biotin H, Keratin oder schwefelhaltigen Aminosäuren. Aus diesen Substanzen könne der Körper Hornmaterial herstellen, um das Nagelwachstum anzuregen und den Nagel zu stärken.
Quellen: apotheken-rundschau.de; spiegel.de; nagelpilzinfo.com; gesundheit-aktuell.de
Bild: © Christoph Hähnel -Fotolia.com
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