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Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gilt als „allwissende“ Institution für Ernährungsfragen. Doch ihre Empfehlungen geraten immer mehr unter Beschuss.

„Mit nur einer Portion decken Sie die Hälfte des von der DGE empfohlenen Vitamin-C-Bedarfs". Diesen Satz kennen wohl die meisten von uns. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, sie hat hierzulande sozusagen das Meinungsmonopol für Vitamine & Co. Aber „Weiß die DGE, wie gut oder wie mangelhaft speziell Sie versorgt sind?“ fragt  der Arzt und Sachbuchautor Dr. Michael Spitzbart. „Wohl kaum, diese Mengen sind für den „Durchschnittsmenschen“ gedacht – mittleren Alters und keinen besonderen Belastungen ausgesetzt“. Offen bleibe aber: Wie viel brauchen Männer, wie viel Frauen, Kinder, Senioren, Kranke?

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Zweites Problem: „Diese Werte wurden in den 1950er Jahren festgesetzt. Und darauf basieren die heute immer noch gültigen Grenzwerte für unseren Vitamin-Tagesbedarf“. Heißt: Damals steckte die moderne Vitaminforschung noch in den Kinderschuhen. Heute wissen wir, was ein Zuwenig an Vitaminen anrichten kann und dass viele Krankheitenernährungsbedingt sind. So gelten die meisten Zivilisationskrankheiten als Folgeschäden einer zu geringen Vitalstoff-Versorgung.

Aber warum muss es erst soweit kommen, fragt Dr. Spitzbart weiter. „Ein guter Gärtner düngt seine Pflanzen regelmäßig, und nicht erst, wenn sich die Blätter wegen Nährstoffmangel braun verfärben“. Ähnlich ist es, wenn Menschen ihr System mit Vitalstoffen „düngen“, nur heißt es dann Vorbeugung.

Verlassen Sie sich nicht auf 50 Jahre alte Grenzwerte!

Auch dieser Satz begegnet uns oft: „Sie brauchen keine Vitalstoffpräparate. Unsere Nahrungsmittel liefern genügend Vitamine und Mineralstoffe.“ Aber Hand aufs Herz: Wer isst wirklich Tag für Tag fünf Portionen Obst und Gemüse (wie es die DGE empfiehlt)? Die Realität sieht völlig anders aus, fand das staatliche Robert-Koch-Institut heraus: 80 Prozent der Deutschen erreichen die offiziell empfohlenen Mindestmengen an Vitamin D und Folsäure nicht. Mehr als die Hälfte nehmen zu wenig Ballaststoffe und Vitamin E auf, 40 Prozent zu wenig Kalzium. Zudem leidet jeder zweite über 65 Jahren unter Vitamin B12-Mangel. Doch obwohl sich unser Vitamin-Wissen mittlerweile dramatisch verändert hat, die offiziellen Grenzwerte bleiben die alten. Auch deshalb kommt Dr. Spitzbart zu dem Fazit: „Verlassen Sie sich nie auf die Grenzwerte, die die DGE empfiehlt. Hören Sie besser auf Ihren Körper“.

Minimaldosen, haarscharf an der Grenze zur Krankheit

Beispiel Vitamin C: Die Empfehlung der DGE lautet 100 Milligramm. Nach Meinung vieler Fachleute und im Vergleich zum internationalen Standard liegen die DGE- Dosierungsempfehlungen an der untersten Grenze. So empfiehlt Dr. Spitzbart, fünf Mal am Tag 200 Milligramm einzunehmen. Im Normalfall. Für Risikogruppen, beispielsweise Raucher, Kranke und auch Schwangere gelten noch höhere Werte, und der Chefarzt der deutschen Fußballnationalmannschaft, Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, plädiert für bis zu 2000 Milligramm täglich. Nobelpreisträger Linus Pauling empfahl übrigens beim Auftreten einer Erkältung 500 bis 1000 Milligramm Vitamin C pro Stunde am ersten Tag, 4 bis10 Gramm für die folgenden Tage.

Hierzu Dr. Ulrich Strunz, Bestseller-Autor, Internist und "Fitnesspapst“: „Seit 1956 spricht die DGE ihre Ernährungsempfehlung auf der Basis der internationalen Empfehlungen aus (20 % Eiweiß, 30 % Fett und mehr als 50 % Kohlenhydrate). Die heutige Ernährungsempfehlung ist also nichts anderes als das „arme-Leute-Essen“ vor 155 Jahren – „selten Fleisch und überwiegend Brot, Nudeln, Reis und Kartoffeln“!  … „Wenn wir unsere Deutsche Gesellschaft für Ernährung kritisieren, die DGE, die ja nun eindeutig die deutsche Bevölkerung fett, dick und krank gemacht hat mit ihren Ernährungsgrundsätzen, dann wollen wir bitte nicht übersehen, dass die DGE auch nur abgeschrieben hat. Von ihren amerikanischen Kollegen“.

Ist das Professoren-Ego wichtiger als der Patient?

Auf der Suche nach den Ursachen fallen einige Ungereimtheiten ins Auge. Dr. Strunz: „Ich kann mich sehr wohl hineinfühlen in Beamte (Professoren), die da einen zusätzlichen Posten im Berufsalltag ausfüllen sollen (wollen?). Und möglichst nirgendwo anecken wollen. Also gar Zaghaftes von sich geben, um nur ja kein Risiko einzugehen. Bestes Beispiel: Vitamin D bitte 800 IE. Wenn doch die Weltliteratur übereinstimmt: 4000-6000 IE müssen es schon sein. Dahinter steckt Angst. Sicherheitsdenken. Das Ego ist wichtiger als der Patient.“ … „Die DGE ist der Meinung, Deutschland möge bitte am Minimum leben. An der Untergrenze. Haarscharf an der Grenze zur Krankheit … Ist Ihnen wirklich bewusst, …  dass sie ausdrücklich von Minimaldosen spricht? Sich mit einem Leben in Hülle und Fülle, mit praller Gesundheit und Lebensfreude gar nicht auseinandersetzt?“

Ähnlich argumentiert die Ernährungspublizistin Dipl. oec. troph. Ulrike Gonder: „Einige ältere Professoren haben ihre Karrieren auf dieser Theorie aufgebaut und immer noch das Sagen. Die lassen sich offenbar auch von harten Fakten nicht überzeugen, denn es würde bedeuten, dass sie sich 40 Jahre lang geirrt haben." In dem Stern-Artikel „Das Comeback des Fetts“ wirft die  Wissenschaftlerin der DGE Fehlinformation und Täuschung vor, denn im Zuge der neuen Erkenntnisse müssten die Leitlinien angepasst werden.

Allerspätestens seit der „Spiegel“ in dem Artikel „Warum werden die Deutschen immer dicker“ Sinn und Zweck der DGE öffentlich hinterfragt hat (Heft 24/2014), wird die Kritik unüberhörbar.  Für den Ernährungswissenschaftler und Autor Uwe Knop steht sogar fest: “Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung versorgt die Bevölkerung seit Jahrzehnten mit Empfehlungen für gesunde Ernährung – ohne dafür Beweise zu liefern.“

Aber abgesehen von ernährungswissenschaftlichen Aspekten: Rund um die  Nahrungsmittelindustrie geht es bekanntlich um Milliardenmärkte. Logische Frage: Welchen Einfluss haben deren Lobbyisten auf die DGE?  Und: Und warum gibt es so auffallend viele Parallelen zu den amerikanischen Richtlinien? Deren Unabhängigkeit ist ebenfalls hart unumstritten.

Hier sehen Sie, was ein 3sat-Team über die Gesellschaft herausgefunden hat:

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Quellen: spitzbarts-gesundheitspraxis.de; strunz.com; fid-gesundheitswissen.de; ugonder.de; stern.de; spiegel.de;  novo-argumente.com
Bild: © Redaktion Porta Vitalia

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