- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Montag, 21. Juli 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Viel Aufwand, wenig Nutzen! Eine aktuelle britische Studie widerlegt auch das Argument, dass der Effekt der flächendeckenden Reihenuntersuchung sich langfristig zeigen würde
Die Deutschen halten viel von Vorsorgeuntersuchungen zur Krebsfrüherkennung. Doch das positive Image der Früherkennung bröckelt. Das zeigte auch die Dokumentation „betrifft: Krank durch Früherkennung“, die der SWR kürzlich ausstrahlte. Was einigen wenigen Patienten tatsächlich von Nutzen sein kann, ist für andere Patienten reine Überversorgung – und für die Medizinbranche ein riesiges Geschäft. Der Sender zitiert eine aktuelle Meta-Analyse des dänischen Cochrane-Instituts. Diese belegt: Die systematischen Gesundheitschecks haben auf die Überlebenschancen von Patienten keinen Einfluss. Die Sterberaten der untersuchten Patientengruppen änderten sich nicht, egal ob sie zur Vorsorge gingen oder nicht. „Die Ergebnisse sind ein Schock für die Mediziner“, hieß es im SWR. Tausende Menschen würden durch Früherkennungsmaßnamen zu Kranken, obwohl sie kerngesund seien.
Das Mammascreening – lediglich ein riesiger Industriezweig?
Beispiel: Mammographie-Screening: Laut SWR bewahrt die Reihen-Mammographie eine Frau vor Brustkrebs, während zehn überbehandelt werden. Und von Chemotherapien und anderen Behandlungen profitierten viele, nur nicht die betroffene Frau. Das Mammascreening sei lediglich ein riesiger Industriezweig. Eine aktuelle britische Studie widerlegt auch das Argument, dass der Effekt der flächendeckenden Reihenuntersuchung sich langfristig zeigen würde. Die Wissenschaftler hatte Daten aus 39 Jahren Brustkrebsfrüherkennung ausgewertet und kamen zu dem ernüchternden Schluss: Das Mammographie-Screening hat keinen Effekt auf die Sterblichkeit.
Zu viele falsch-positive Ergebnisse: Der geringe messbare Nutzen bei hohem Aufwand bekümmert die Ökonomen im Gesundheitssystem. Aus Patientensicht wiegt schwerer, dass die Untersuchung der 200 Frauen in 20 Jahren 50 falsch-positive Befunde und zehn überflüssige Biopsien nach sich ziehen. Die Reihen-Mammographie macht Frauen unnötig zu Brustkrebskandidatinnen, deren Gewebeanomalie harmlos ist, oder deren Krebs und seine Vorstufen ohne Früherkennung vielleicht niemals auffällig geworden wären.
Den Bericht können Sie unter diesem Link nachschauen: HTTPS://www.swr.de/betrifft/betrifft-krank-frueherkennung-krebs-mammographie/-/id=98466/did=13537178/nid=98466/czd9qu/index.html
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„Es gibt nicht nur die Mammografie“
„Dient der PSA-Test mehr dem Arzt als dem Patienten?“
Quelle: focus.de
Bild: © Coloures-Pic - Fotolia.com
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