- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Montag, 11. Januar 2016 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Für die meisten Bundesbürger wird die Kasse 2016 teurer. Doch wer beim Wechsel stur auf Beiträge und Prämie schielt, ist nicht immer gut beraten.
Ein Wechsel der Krankenkasse kann sich lohnen. Die Ärztezeitung hat in ihrem Beitragssatz-Check insgesamt 90 Krankenkassen unter die Lupe genommen:Wer brutto rund 4350 Euro monatlich verdient, spart bei der billigsten Kasse im Vergleich zum durchschnittlichen Zusatzbeitrag bis zu 560 Euro im Jahr.
Die Zusatzbeiträge reichen von null – z. B. die BKK Metzingen erhebt gar keinen Zusatzbeitrag – bis 1,7 Prozent (Viactiv Krankenkasse, ehemals BKK vor Ort). 66 Kassen bleiben unter der „Orientierungsmarke“ – dem durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz von 1,1 Prozent. Unter den großen Versorgerkassen sind AOKPlus und AOK Sachsen-Anhalt die prominentesten Beispiele (0,3 Prozent). 26 Kassen bilden exakt diese Marke ab, darunter die Barmer GEK und fünf AOKen; 25 Kassen liegen darüber.
Den vollständigen Test finden Sie hier
Nicht immer ist ein Kassenwechsel ratsam
Doch wer jetzt ins Wechselfieber gerät, ist nicht gut beraten. Denn es kommt nicht nur auf den Beitragssatz an, sondern auch darauf, welche Leistungen eine Kasse über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus anbietet. Folglich ist der finanzielle Unterschied beim Wechsel meist nicht direkt vergleichbar.
Die Zeitschrift Finanztest gibt ein Beispiel: „Krankenkasse A bezahlt für Zahnreinigungen bis zu 65 Euro im Jahr dazu, Krankenkasse B hat ein Budget von 300 Euro im Jahr für alle Zusatzleistungen zusammen – darunter auch die Zahnreinigung.“ Es lässt sich also nicht unzweifelhaft sagen, welche Kasse sich finanziell mehr lohnt.
Wechsel lohnt nur bei Unzufriedenheit mit der bisherigen Kasse
Aber es gibt eine robuste Richtschnur: Wer die Kasse wechseln möchte, muss wissen, was wichtig ist. So freuen sich Mütter über zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen für Kinder, Weltenbummler hingegen legen Wert auf diverse Schutzimpfungen. Andere wiederum wünschen sich mehr Leistungen in der Naturheilkunde oder bei Homöopathie.
Grundsätzlich sollte sich jeder zwei Fragen stellen: Was stört mich bei meiner bisherigen Kasse? Was bietet mir die neue. Experten sind sich einig: Ein Wechsel lohnt sich nur dann, wenn man mit der alten Kasse wirklich unzufrieden ist.
Nicht bloß auf die Prämie schielen!
Wer sich dann für einen Wechsel entscheidet, sollte bei den „Kassen-Kandidaten“ gezielt nach bestimmten Leistungen suchen. Wer sich dabei nach Prämien richtet, muss sich im Klaren darüber sein, dass diese im nächsten Jahr schon wieder ausfallen kann. Die Prämie ist nur ein nettes Sahnehäubchen, ein ernsthafter Wechselgrund sollte sie aber nicht sein.
Mit gutem Grund: Checken, was der Arzt abrechnet
Ab dem 1. die Zweitmeinung nutzen
Quellen: u. a. aerztezeitung.de; Zeitschrift Finanztest; portavitalia.com
Bild: © Mikel Wohlschlegel - fotolia.com
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