- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Dienstag, 12. August 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Das flexible Arbeiten, die ständige Erreichbarkeit und die Bereitschaft zu Überstunden gehen immer mehr Beschäftigten an die Nieren. Kleine Stellschrauben sollen Abhilfe schaffen.
Viele verfolgt die Arbeit bis in die Freizeit: Ein romantischer Restaurantbesuch am Abend, Entspannung im Urlaub am Strand, ein gemütlicher Einkaufsbummel oder Museumsbesuch – und plötzlich ruft der Chef auf dem Handy an: Mehr als jeder siebte berufstätige Bundesbürger (15,1 Prozent) wird oftmals nach Feierabend, an Wochenenden oder im Urlaub wegen geschäftlicher Dinge von Vorgesetzten, Kollegen oder Kunden angerufen oder kontaktiert.
Zudem sollen wir während der regulären Arbeitszeit zahlreiche Dinge gleichzeitig tun – und wissen genau, dass wir unsere Aufgaben nicht schaffen werden. Oder nur mit einem echten Kraftakt. Doch irgendwann ist jede Kraft einmal zu Ende. Und chronischer Stress macht krank. Sind die Energiereserven erst einmal ausgeschöpft, sinkt die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Auch Gereiztheit, Albträume, Schlafstörungen, Magen-Darmprobleme und Bluthochdruck können Stress-Symptome sein. Außerdem schwächt Dauerstress das Immunsystem und kann Herzerkrankungen, Lungenleiden und Rückenschmerzen begünstigen.
Hunderttausende schaffen es nicht bis zur regulären Rente, gleiten ab in die Altersarmut
Der gefürchtete Gipfel der Stressbelastung ist schließlich das Burnout-Syndrom, an dem in Deutschland immer mehr Menschen leiden. Hunderttausende schaffen es nicht bis zur regulären Rente, gleiten ab in die Altersarmut. Das Erschreckende dabei formuliert Susanne Weinbrenner, bei der Rentenversicherung Bund für Sozialmedizin zuständig, so: „Die besondere Dramatik liegt im Durchschnittsalter der Betroffenen.“ Und das liegt bei etwa 49 Jahren. Laut Rentenversicherung wechselten im vergangenen Jahr 66441 Arbeitnehmer wegen psychischer Erkrankungen in die Erwerbsminderungsrente – 19351 mehr als im Jahr 2005. Die Gewerkschaften sehen dringenden Handlungsbedarf. DGB-Sozialexperte Ingo Nürnberger: „Wir fordern die Bundesregierung auf, das Arbeitsschutzgesetz durch eine Anti-Stress-Verordnung zu präzisieren.
Quellen: Hamburger Morgenpost; apotheken-umschau.de
Bild: © Portavitalia.com
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