- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Donnerstag, 28. Mai 2015 08:00
- 15 .2
- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Wie heute neue Genussmittel geboren werden. Ein Blick hinter die Kulissen einer Produkt-Entwicklungsfirma.
Eine Weißwurst, die schon Senf enthält? Frittierte Maultaschenscheiben als Knabberchips? Da müssen viele erstmal schlucken. Den Entwicklern ist das egal, denn eine noch so banale Idee kann unter Umständen – und mit cleverem Marketing – plötzlich viele Millionen wert sein. Kernfrage dabei: Wie finde ich einen „Blinden Fleck“ in der heutigen Angebotspalette für den modernen Verbraucher? Das fragt sich Tag für Tag auch Karin Tischer. Sie entwickelt neue Rezepte für Lebensmittel und gibt ihnen einen möglichst unverwechselbaren Gastro-Touch.
Wichtig für die studierte Ernährungswissenschaftlerin ist Geschmack. Noch wichtiger: Zeitgeschmack, am besten in kreativer Kombination mit Begriffen wie „trendy“ oder „stylish“. Die externe Produktentwicklerin forscht hinter verschlossenen Türen. Wie in einer modernen Hexenküche entstehen dort Geheimrezepte, beispielsweise für regionale Backwarenketten, aber auch für international agierende Unternehmen. Für über 250 Firmen ist Karin Tischer bereits kreativ tätig gewesen. Ihr Output: Neue Schokoladensorten, Knabberware, Minisnacks und vieles andere mehr, das wir aus den Lebensmittelregalen unserer Geschäfte kennen.
Manche Ideen bringt Tischer von ihren „Trendforschungsreisen“ mit, auch aus den USA. Was dort gegenwärtig „läuft“, wird also vermutlich über kurz oder lang auch bei uns zu finden sein, wenngleich kreativ umgestrickt auf die Genuss-Gewohnheiten europäischer Geschmacksknospen.
„Es wird noch dauern, bis die Deutschen Insekten als Snacks akzeptieren, aber die Zeiten werden sich ändern“
Die für sie bemerkenswerteste Trendprognose formuliert die Snack-Expertin so: „Durch die weltweite Ressourcenknappheit wird in zahlreichen nationalen und internationalen Projekten zu proteinhaltigen Alternativen in Wurstprodukten & Co. geforscht und getestet. Dazu gehört auch der Ersatz des Fleisches durch Insekten. Durch das kritische, ethnische Empfinden des deutschen Verbrauchers gegenüber Insekten in der Nahrung wird es allerdings noch dauern, bis der Deutsche Insekten als Snacks akzeptiert, aber die Zeiten werden sich ändern!“
Dieses Video gibt einen Einblick in die Arbeit der Produktentwicklerin:
Quellen: snackconnection.de; swr; portavitalia.com
Bild: © swr - Karin Tischer - youtube.de
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