- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Montag, 23. Juni 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Während viele zur Fußball-WM nach Brasilien schauen, soll am kommenden Mittwoch das Bundeskabinett über die Hochrisiko-Technologie entscheiden, die unser Trinkwasser gefährdet.
Jetzt soll es ganz schnell gehen mit dem Fracking-Gesetz – ausgerechnet während der Fußball Weltmeisterschaft. Wie die Frankfurter Rundschau mit Hinweis auf „interne Unterlagen der Bundesregierung“ berichtet, will Wirtschaftsminister Gabriel (sozusagen im Windschatten der WM-Begeisterung) kommenden Mittwoch (25. Juni) im Kabinett ein Gesetz beschließen lassen, das Fracking ermöglicht – auf über 80 Prozent des Bundesgebietes. Beim Fracking sprengen Exxon und Co. mit Hochdruck Gestein tief in der Erde auf, um an das darin enthaltene Erdgas zu gelangen. Es entsteht ein giftiger Abwassercocktail.
Umweltgiftige Substanzen sind verboten – doch was darunter fällt, ist rechtlich unklar
Wie gefährlich Fracking ist, zeigen Erfahrungen aus den USA, wo Konzerne die Technologie großflächig einsetzen. Hierzulande soll nach Medienberichten zwar das Beimischen „umwelttoxischer“ Substanzen verboten werden. Doch was darunter fällt, ist rechtlich unklar. Davon abgesehen: Auch beim Aufbrechen des Gesteins mit reinem Wasser werden giftige Chemikalien, radioaktive Substanzen und Schwermetalle aus dem Untergrund an die Oberfläche geschwemmt.
Grundwasserströme machen nicht an Mineralwasserbrunnen, Bierbrauereien und Gärtnereien halt
Das vorgelegte Gesetz verbietet zwar Fracking in Trinkwasser-Schutzgebieten – aber Grundwasserströme machen an deren Grenzen nicht halt. Mineralwasserbrunnen, Bierbrauereien, Gärtnereien und viele Hobbygärtner/innen entnehmen zudem Grundwasser vor allem außerhalb der Schutzgebiete. Genau dort und damit auf weit über 80 Prozent der Landesfläche wird nach Gabriels Plänen die Risikotechnologie eingesetzt werden dürfen. Dafür reicht eine einfache Umweltverträglichkeitsprüfung: ein zahnloser Tiger, solange Studien zu den Langzeitfolgen von Fracking fehlen.
Im letzten Jahr ist das Fracking-Gesetz bereits am breiten Protest der Bevölkerung gescheitert, in Frankreich ist es verboten. Nur noch bis Mittwoch ist Zeit, dieses Foul-Spiel auszukontern. Ein 5-Minuten-Info zum Fracking und einen Eil-Appell, mit dem man gegen das Fracking-Foul die rote Karte ziehen kann, gibt es hier:
https://www.campact.de/fracking/appell-2014/5-minuten-info/
Quellen: fr-online.de, campact.de
Bild: © Calin Tatu - Fotolia.com
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