- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Montag, 08. September 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Eine neue Studie aus Dänemark mit über 300.000 Männer ergibt den Aufschluss, dass ein PSA-Test das Risiko an Prostatakrebs zu sterben nicht senkt.
Wenn Arztpraxen viele so genannte PSA-Tests zum Prostatakrebs-Screening durchführen, häufen sich die Krebsdiagnosen. Doch die Rate der Prostatakrebs-Todesfälle unterscheidet sich nicht von der bei Praxen, die nur wenige PSA-Tests vornehmen. Das berichtet die Apotheken Umschau („Lesen was gesund macht“) unter Berufung auf eine dänische Studie mit mehr als 300.000 Männern. Sie bestätigt das Resultat einer vergleichbaren Untersuchung in den USA. Für die Studienleiter von der dänischen Universität Aarhus mehren sich damit die Hinweise, dass PSA-Tests die Zahl der diagnostischen und chirurgischen Maßnahmen zwar erhöhen, das Risiko, an Prostatakrebs zu sterben, aber nicht senken.
„Prostata-Screening ohne Nutzen? Offenbar dauert es eine ganze Weile, bevor Gewohnheiten auf den Prüfstand geraten, die dem Medizinbetrieb lieb und teuer geworden sind. Gewohnheit oder Geldinteresse? Immerhin ist der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs eine der gefragtesten Extra-Untersuchungen in Deutschland.
Umstritten ist der Test, vor allem deshalb, weil er falsch-positive wie falsch-negative Ergebnisse liefern kann. Der Gesetzgeber hat daher beschlossen den PSA-Test zur Früherkennung nicht als reguläre Kassenleistung anzubieten. Mit anderen Worten: Der besorgte Kassen-Patient muss aus eigener Tasche zahlen.
Offenbar dauert es ebenfalls eine ganze Weile, bevor die Korrektur bisher verbreiteter medizinischer Weisheiten im Medien-Mainstram ankommen. Portavitalia berichtete über den Themenbereich bereits im Mai.
Lesen Sie hierzu auch:
Quellen: Apotheken Umschau; aerztezeitung.de; portavitalia.com
Bild: © Zerbor - Fotolia.com
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