- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Donnerstag, 16. Oktober 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Fix-und-fertig-Gerichte heben ein schlechtes Image. Dennoch erfreut sie sich wachsender Beliebtheit. Ist wirklich alles ungesund, was sich schnell zubereiten lässt?
Im Volksmund steht die schnelle Küche vor allem aus einem Grund im Fadenkreuz der Kritik: Die Bedenken richten sich gegen die Zusatzstoffe. Und das wohl mit recht, wie verschiedene Untersuchungen und Medienberichte zeigen. Wer den unerwünschten Beigaben zuverlässig entgehen will, der ist mit Produkten aus dem Bioladen auf der sicheren Seite. Denn auch die Biobranche reagiert auf die wachsende Nachfrage nach „schnellem Essen“. Inzwischen bietet sie eine wachsende Auswahl von Fertigprodukten an. Im Gegensatz zu den konventionellen Konkurrenten sind sie garantiert frei von künstlichen Farb- und Aromastoffen. Auch auf Geschmacksverstärker und auf die besonders schädlichen gehärteten Fette verzichtet der verantwortungsvolle Bio-Hersteller. Die Rezeptur ist in der Regel so natürlich wie nur möglich.
Vielen Menschen, schmeckt Bio ohnehin besser, sogar für einige Sterneköche bekennen dazu. Ein kleines Image-Problem gibt es allerdings doch: In Tests sind Bioprodukte nicht immer geschmacklich überlegen, doch das liegt auch an der Ausrichtung der Tests. Die sind nämlich meist auf industrielle Kost geeicht. Jedenfalls registriert das deutsche Tiefkühlinstitut eine steigende Nachfrage nach Tiefkühlware in Bioqualität. Generell muss bei Gerichten, die als Bio oder Öko gekennzeichnet sind, mindestens 95 Prozent der Zutaten aus ökologischem Anbau stammen. Da keine chemischen Pflanzenschutzmittel verwendet werden, ist Obst und Gemüse in den Speisen frei von chemischen Pestiziden. Das Fleisch kommt von Tieren, die artgerecht gehalten wurden. Aber: Den Salz- und Fettgehalt von Bio-Fertiggerichten sollte man trotzdem mit einem kritischen Blick auf die Nährwerttabelle prüfen. Auch er kann vergleichsweise hoch sein. Im Gesamtvergleich steht die Bio-Fertigkost-Fraktion allerdings richtig gut da.
Doch jedes verarbeitete Lebensmittel hat seine Tücken, auch das aus dem Bioladen. Ein Blick auf die Klimabilanz zeigt: Je stärker ein Lebensmittel verarbeitet ist, desto mehr Energie verbraucht seine Herstellung. Und desto mehr belastet es das Klima. Vor allem tiefgekühlte Lebensmittel verschlingen – durch die Kühlkette während Transport und Lagerung – reichlich Energie. Experten haben sogar berechnet, dass mehr Energie verbraucht wird, um Gemüse und Obst tief zu kühlen als es anzubauen. Beispielsweise verursachen Tiefkühl-Pommes im Schnitt 23-mal mehr klimaschädliche CO2-Äquivalente als frische Kartoffeln. Für das Klima sind frische und gering verarbeitete Lebensmittel also deutlich weniger belastend als verarbeitete Produkte wie Tütensuppen, Dosengerichte und Tiefkühlkost.
Quelle: ugb.de (Vereine für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V.)
Bild: © Gerhard Seybert - Fotolia
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