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Verringertes Hirnvolumen, Defizite in der geistigen Leistung, Probleme im Sozialverhalten, motorische Störungen. Forscher warnen vor „schleichender Vergiftung“ von Kindern.

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"Wir müssen weg von der irrigen Annahme, nach der neue Chemikalien und Technologien solange als ungefährlich gelten, bis ihnen das Gegenteil bewiesen wird", warnen Neurowissenschaftler. Um die Kinder und auch die gesamte Gesellschaft gegen die „stille Pandemie der schleichenden Vergiftung“ zu schützen, müsse man umdenken und entschlossener handeln. Der Grund für den Forscher-Alarm: Eine schleichende Vergiftung mit Chemikalien könnte schuld daran sein, dass immer mehr Kinder unter Verhaltens- und Entwicklungsstörungen leiden. In ihrer Studie (Lancet Neurology, 2014) belegen die Forscher eine hirnschädigende Wirkung für elf verbreitete Chemikalien. Sie gehen aber vielen weiteren unerkannten Giftstoffen aus. Dieser globalen, stillen Pandemie der schleichenden Vergiftung von Kindern müsse Einhalt geboten werden.

Mehr als jedes zehnte Kind hat heute bereits von Geburt an eine Entwicklungs- und Verhaltensstörung, berichten Philippe Grandjean von der Universität von Süddänemark in Odense und Philip Landrigan von der Harvard University. Dazu gehören Autismus, geistige Defizite und Hyperaktivität, aber auch eine später auftretende erhöhte Aggression und andere Verhaltensauffälligkeiten. "Die Wurzeln dieser globalen Pandemie von neurologischen Entwicklungsstörungen sind bisher nur in Teilen verstanden", so die Forscher.

Verringertes Hirnvolumen, Defizite in der geistigen Leistung, Probleme im Sozialverhalten und motorische Störungen

Sie hatten bereits im Jahr 2006 in einer Überblicksstudie aufgezeigt, dass fünf Umweltgifte, darunter Blei, Quecksilber, Arsen, polychorierte Biphenyle und das Lösungsmittel Toluol, messbare Auswirkungen auf die Hirnentwicklung von Kindern haben. Dies äußert sich in einem verringerten Hirnvolumen, Defiziten in der geistigen Leistung aber auch in Problemen im Sozialverhalten und motorischen Störungen.

In Frankreich und den USA fanden Forscher Indizien dafür, dass Kinder von Müttern, die Lösungsmitteln wie Tetrachlorethylen ausgesetzt waren, zu aggressivem Verhalten, Hyperaktivität und psychischen Erkrankungen neigen. Drei Kohortenstudien zeigen, dass Kinder, die im Mutterleib Organophosphat-Pestiziden ausgesetzt waren, einen kleineren Kopfumfang haben und bis ins Schulalter hinein Defizite in ihrer geistigen und sozialen Entwicklung zeigen.

"Unsere größte Sorge aber ist die große Zahl von Kindern, deren Gehirn durch giftigen Chemikalien geschädigt wurde, die aber nie eine formelle Diagnose erhalten haben", erklärt Grandjean. "Sie leiden unter Konzentrationsstörungen, einer verzögerten Entwicklung und schlechten schulischen Leistungen – aber keiner weiß warum."

Nach Ansicht der Forscher liegt es angesichts der immensen Menge der Umwelt verbreiteten neurotoxischen Chemikalien nahe, sie auch für diese eher unauffälligen Störungen als Ursache anzunehmen. Mindestens die Hälfte der 214 bisher bekannten neurotoxischen Substanzen wird in großen Mengen produziert und in die Umwelt freigesetzt. Und jedes Jahr kommen neue Chemikalien hinzu, bei denen hirnschädigende Wirkungen erkannt werden. Die fatale Folge: Die im Mutterleib oder in der frühen Kindheit verursachten Chemikalienschäden sind größtenteils unbehandelbar und bleiben ein Leben lang bestehen.

 "Wir sind sehr besorgt, dass Kinder weltweit Giftstoffen ausgesetzt sind, die unerkannt ihre Intelligenz unterminieren, ihr Verhalten verändern und ihre Zukunft zerstören", konstatieren Grandjean und Landrigan. Sie fordern dringende Änderungen in den Zulassungsbestimmungen und Umweltrichtlinien. Auch bereits produzierte Chemikalien sollten noch einmal auf ihre neurotoxische Wirkung hin analysiert werden.

Quelle: scinexx.de

Bild:© bildergala - Fotolia.com und Porta Vitalia

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