- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Donnerstag, 07. Januar 2016 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Immer mehr Menschen holen sich Ernährungs-Tipps aus dem Internet. Welche Informationen sind dabei relevant? Experten raten zu einer kritischen Auswahl.
Wenn’s um Ernährung geht, wollen viele Menschen klare Regeln. Nach Ansicht von Professor Hannelore Daniel, Leiterin des Lehrstuhls Ernährungsphysiologie der Technischen Universität München, werden immer mehr digitale Hilfsmittel zum Gesundheitsmonitoring den Markt erobern. Mittlerweile gibt es in den Kategorien "Medizin" und "Gesundheit und Fitness" weltweit über 170.000 Apps, ermittelte Kommunikationsexpertin Dr. Ursula Kramer, Chefredakteurin von HealthOn, einer Informations- und Bewertungsplattform für Gesundheits-Apps.
Meist nur eine schlichte Aneinanderreihung von Informationen
Der Haken dabei: Die drei Milliarden Downloads bringen nur selten einen echten Informationsgewinn. "Nur drei Prozent vermitteln tatsächliche Unterstützung, sonst sind sie lediglich eine schlichte Aneinanderreihung von Informationen", wird Kramer in der Ärztezeitung zitiert.
Haken Nummer zwei: Für die vermittelten Informationen gibt es weder Regeln noch Kontrolle. Welche Informationen sie offenlegen – um beispielsweise Interessenkonflikte erkennbar zu machen oder die Fundiertheit und Vertrauenswürdigkeit ihrer Gesundheitsinformationen zu untermauern, bleibt Sache der Anbieter
Was macht eine App vertrauenswürdig?
Doch wie lässt sich die Spreu vom Weizen trennen?
- Da etwa 80 Prozent der Medizin-Apps kostenlos sind, sollten sich die Nutzer zunächst einmal eine Grundsatzfrage stellen: Welche Interessenstehen dahinter, dass mir diese Seiten angeboten werden?
- Gibt sich der App-Anbieter nicht zu erkennen, etwa durch ein transparentes Impressum, oder klärt er nicht auf über die Quelleder Informationen (z. B. welcher Experte für die Richtigkeit der Information steht), ist es ratsam, sich nach Alternativen umzusehen.
- Zahlreiche Ernährungs-Apps arbeiten mit Tagebüchern. Dann unbedingt darauf achten, ob es eine Datenschutzerklärung gibt, die darüber aufklärt, ob und wie personenbezogene Daten geschützt werden.
Oft werden zusätzliche Benutzerdaten „abgegriffen“
Zudem empfiehlt es sich, bei der Programm-Installation auf die angeforderten Berechtigungen zu achten. Oft werden nämlich für schlichte Funktionen auch Fotos, Medien und Dateien, WLAN-Verbindungsinformationen und Geräte-ID „abgegriffen“.
Testberichte der Bewertungsplattform HealthOn mit 435 Gesundheits-Apps
Quellen: aerztezeitung.de; healthon.de
Bild: © Spectral-Design - fotolial.com
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