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Besonders Bayern und Griechen dürfen durchatmen: Schon 5 Gramm Weißkraut decken den täglichen Bedarf eines gestandenen Mannsbildes am wichtigen „Knochenvitamin“.

Kalinichta, Oberschenkelhalsbruch! Servus, poröse Knochen! Bei Weißkohl-Essern könnt ihr nämlich nicht landen. Denn in dem Kraut steckt reichlich vom Vitamin mit der Kennung K drin. Warum ausgerechnet K? Geht es um Vitamine, baut der Laie gerne Eselsbrücken: Vitamin A ist das „Augenvitamin“; gut merkbar und inhaltlich logisch. Vitamin C gilt als „Zitronenvitamin“; auch das ist schlüssig. Ebenso wenn es um Vitamin E geht, das „Erinnerungsvitamin“. Und auch für Vitamin K lässt sich eine  Merkbrücke bauen – „Knochenvitamin“.

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Nobelpreis für Medizin als „akademisches Honorar“ für die Entdecker …

Die Bezeichnung hat allerdings auch einen funktionalen Grund: Henrik Dam und Edward Adelbert Doisy fanden heraus, wie wichtig die fettlösliche Substanz, die sie aus Alfalfa (Schneckenklee) isoliert hatten, für die Blutgerinnung war. Eine Substanz mit Einfluss auf die Gerinnung des Blutes, wie sollte die anders heißen als „Koagulations-Vitamin“ – in der Short Version eben Vitamin K. Akademisches Honorar für die beiden Entdecker: 1943 gab’s den Nobelpreis für Medizin.

Im Normalfall hat uns Mutter Natur durch Netz plus doppelten Boden gegen einen Zusammenbruch der Vitamin-K-Versorgung abgesichert: Zum einen steckt Vitamin K1 in fast allen Lebensmitteln. Zum Zweiten produzieren unsere Darmbakterien zusätzlich die Variante K2, die unser Körper zumindest teilweise verwertet. Drittens findet sich speziell in deutscher Hausmannskost eine hervorragende Vitamin-K-Quelle. Schon fünf Gramm Sauerkraut decken den Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen. Weißkohl enthält nämlich reichlich Vitamin K1. Zusätzlich produzieren die zur Gärung eingesetzten Bakterien unermüdlich K2-Vitamin – Bayern und Griechen dürfen frohlocken, aber auch im türkischen Dönerladen gibt’s das gesunde Kraut gleich bergeweise.

70.000 Krankenschwestern können nicht irren …

Neben der Blutgerinnung hält die Natur noch auf anderen körpereigenen Bühnen tragende Rollen für das „Sauerkraut-Vitamin“ parat. Besonders engagiert ist es beim Knochenstoffwechsel, das zeigte eine Untersuchung mit 70.000 Krankenschwestern: Nachweislich deutlich verringerte eine gute Vitamin-K-Versorgung das Risiko eines Oberschenkelhalsbruchs und erhöhte die Knochendichte der Teilnehmerinnen.

In Japan fanden Wissenschaftler heraus, dass eine zusätzliche Aufnahme von Vitamin K den Oberschenkelhals festigt – also die Stelle, an der es am häufigsten zu Frakturen kommt. Hingegen scheint ein niedriger Vitamin-K-Spiegel bei der Entstehung von Ablagerungen im Adernsystem einen negativen Einfluss zu haben. Bei einer Arterienverkalkung“sind bestimmte Blutgefäße krankhaft verengt – eben die Arterien.

Zusatzvorteil: Das „Sauerkraut-Vitamin“ ist hitzestabil …

Abgesehen vom Weißkraut kommt das K-Vitamin vor allem in grünem Gemüse vor – damit ist allerdings keinesfalls „unreif“ gemeint. Im Gegenteil – der Vitamingehalt ist bekanntlich abhängig von der Jahreszeit. Folglich sollte man Obst und Gemüse am besten in der natürlichen Reifephase essen. Zum einen ist dann der Geschmack intensiver. Zudem sind in „Saisonware“ – idealerweise aus der Region – wichtige Vitamine reichhaltiger vorhanden als in Obst und Gemüse aus dem Treibhaus.  

Neben dem Favoriten Weißkraut zeichnen sich Schnittlauch, Möhrengrün, Rosenkohl, Grünkohl, Spinat und Broccoli als Vitamin-K-Lieferanten aus. Erfreuliche Zusatzinformation für die Küche: Weil die Vitamin K-Gruppe recht hitzestabil ist, entstehen insbesondere beim Garen nur wenig Vitaminverluste. Gleichzeitig ist Vitamin K gegenüber Sauerstoff stabil. Bleiben wir gleich in der Küche: Während das Vitamin K1 in pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommt, steckt K2 ausschließlich in Nahrungsmitteln tierischer Herkunft, vor allem in Rinderleber, Eidotter, Butter und Käse.

Auch die Kammerjäger unserer Tage freuen sich …

Umgedreht wirkt Vitamin K aber auch: Während sich die Entdecker noch über ihren Nobelpreis freuten, witterten clevere Kammerjäger bereits blutiges Kopfgeld. Denn das Wissen über die Funktionsweise des neuen Vitamins sorgte bald buchstäblich für blutigeFortschritte – bei der Rattenbekämpfung. Man fand chemische Substanzen, die dem Vitamin K zwar ähneln, aber nicht dessen Funktion erfüllen. Im Gegenteil: Verfüttert man solche „maskierten“ Stoffe an unerwünschte Nager, verwechseln bestimmte Enzyme zur Herstellung der Blutgerinnungsfaktoren diese „Trojaner“ mit Vitamin K – und  docken in guter Absicht an das vermeintliche Vitamin K an. Ein tragisches Eigentor, denn damit blockieren die Enzyme sich selbst, es entsteht eine Unterversorgung mit „echtem“ K-Vitamin. Weniger wissenschaftlich lassen sich die Folgen formulieren: Klares Todesurteil. Die Tiere sterben (schmerzlos, wie die Hersteller von Schädlingsbekämpfungsmitteln betonen) innerhalb weniger Tage – an inneren Blutungen.

Vitamin-K-Foods

Quellen: netcoo Magazin; zentrum-der-gesundheit.de; Nutrition Research 4/09
Bild:       © zia_shusha - fotolia.com

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