- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Montag, 10. Februar 2014 10:02
- 14 .2
- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Die Erdgasgewinnung durch Fracking ist hoch umstritten. In den USA sorgt diese Methode für einen Boom in der Gasförderung. Und für hormonähnlich wirkende Chemikalien im Grundwasser.
Fracking (hydraulic fracturing) ist eine Methode, um Erdgas und Öl zu fördern, das nicht in großen unterirdischen Kammern lagert, sondern in den kleinen Poren und Rissen des Untergrundgesteins gespeichert ist. Um dieses Gas oder Öl „auszutreiben“, wird unter hohem Druck Wasser in Bohrlöcher gepumpt, vermischt mit Lösungsmitteln und weiteren Chemikalien. Diese Flüssigkeit bricht das Gestein auf und treibt das Erdgas oder Öl aus, so dass es nach oben abgepumpt werden kann.
Doch mit dem Fracking-Boom könnten Menschen größeren Gesundheitsgefahren ausgesetzt sein, vermutet Susan Nagel von der University of Missouri School of Medicine. Ob das tatsächlich der Fall ist, haben sie und ihre Kollegen in Garfield County im US-Bundesstaat Colorado untersucht. Dort gibt es zurzeit mehr als 10.000 aktive Gasförderstellen, in denen mithilfe von Fracking Erdgas gewonnen wird. Es mehren sich dort aber die Berichte von Grundwasser-Kontamination und ungeregelten Gasaustritten in der Umgebung der Fracking-Pumpen.
Beim Fracking-Prozess werden mehr als 750 Chemikalien eingesetzt
Damit deckten die Forscher einen neuen Grund zur Sorge auf: Die beim Fracking eingesetzten Spülflüssigkeiten enthalten hormonähnlich wirkende Chemikalien – und diese finden sich auch im Grundwasser benachbarter Brunnen.
Besonderes Anlass zur Soge: An einer Probenstelle war vor einigen Jahren ein Leck aufgetreten, bei dem Fracking-Abwasser austrat. Seither musste eine in der Nähe gelegene Farm aufgegeben werden – die Tiere produzierten keinen Nachwuchs mehr. Möglicherweise habe das auch an der hohen Östrogen-blockierenden Aktivität im dortigen Trinkwasser gelegen, mutmaßen die Wissenschaftler. Es sei daher dringend notwendig, die möglichen Risiken des Frackingprozesses für Mensch und Umwelt genauer als bisher zu prüfen.
Quelle: wissenschaft.de
Bild:© bluedesign - Fotolia.com
- Keine Kommentare gefunden
Meistgelesen
Ernährungsfrage: Wie ungesund ist Schweinefleisch tatsächlich?
Lagen die Bibel und der Koran richtig, ist Fleisch vom Schwein „unrein“, auch im medizinischen
»Gesundheitsrisiko Geschirrspüler: Ärzte warnen vor Spülmittelrückständen
Sauberes Geschirr ist gut. Aber dennoch nicht immer ohne Risiko. Letzteres lauert ausgerechnet im
»Lange Liste: Die besten Medikamente zum Krankwerden
So deutlich sind Ross und Reiter wohl noch nie genannt worden. Ein mutiger Heilpraktiker schockiert
»Aloe Vera - die stille Heilerin
Wohl kaum eine Pflanze hat die Naturprodukte-Hitliste von Heilkundigen und Gesundheitsfachleuten
»â€žFC Bayern-Doc“: Hochklassige Nahrungsergänzungen sind unverzichtbar
Er ist eine lebende Legende. Spitzensportler aus aller Welt suchen seinen Rat. Hier erklärt Dr.
»ARD Buffet: Lässt sich Diabetes in 28 Tagen ausknocken?
Dr. Rainer Limpinsel, selbst ehemaliges „Diabetes-Opfer“ erklärt am eigenen Beispiel, wie’s im
»Arzneimittelforschung: Die Kombi „Vitamine+Arginin“ reduziert das Vergessen
L-Arginin gilt als „Wunderformel für die Adern“. Seine Nutzung als Nahrungsergänzung ist noch wenig
»Die Bombe unter der Achselhöhle: Was Deos anrichten
Die Werbung suggeriert uns täglich, dass wir ohne Deodorant gar nicht auf die Straße gehen dürften.
»Schneller sterben mit der Mikrowelle
Mikrowellen sind überaus beliebt, weil sie so herrlich praktisch sind. Ruck, zuck ist das Essen
»Colostrum als Grippeschutz für die kalte Jahreszeit
Colostrum ist eines der ältesten und außergewöhnlichsten Nahrungsmittel, welches in der Natur zu
»


Einen Kommentar verfassen
Poste einen Kommentar als Gast