- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Dienstag, 21. Januar 2014 07:27
- 14 .2
- Veröffentlicht von Porta Vitalia Redaktion
Viele Menschen lassen ihre Haut mit Tätowierungen verzieren. Das ist angesagt, das ist cool. Doch es kann auch krank machen, sagt ein Tatoo-Forscher von der Uniklinik Regensburg.
Sich ein Tattoo stechen zu lassen, ist eine schmerzhafte Angelegenheit. Aber sind Tätowierungen auch gesundheitsschädlich? "Auch wenn ich wirkliche Meisterwerke gesehen habe, ich würde mich nicht tätowieren lassen. Dafür weiß ich zu viel", rät Professor Wolfgang Bäumler von der Klinik und Poliklinik für Dermatologie der Universität Regensburg. Er muss es wissen, denn er ist Tattoo-Forscher. Seine Bedenken: Die Farben sind meistens Restprodukte aus der Industrie. Sie wurden nie dafür hergestellt, in den Menschen injiziert zu werden. Und hier liegt auch das Problem."
Für die industrielle Anwendung, zum Beispiel zum Färben von Autoreifen, mag Karbonschwarz optimal sein, im Körper kann es jedoch gefährliche Reaktionen auslösen", warnt der Physiker. Karbonschwarz gewinnt man durch Verbrennung, durch Ruß. Zwar gibt es eine Tätowiermittelverordnung. Diese legt fest, welche Inhaltsstoffe erlaubt sind. Doch viele Farben kommen aus dem Ausland, aus China, Amerika oder Großbritannien. Oft steht gar nicht auf der Flasche, was überhaupt drin ist.
Operiert man jemanden mit einem schwarzen Tattoo am Rücken, sieht man, dass auch die Achsel-Lymphknoten schwarz gefärbt sind
Der Körper erkennt das Tattoo als Fremdkörper und versucht es wieder loszuwerden. Durch Auflösung der Pigmente und durch Abtransport. Etwa ein Drittel der eingebrachten Farbe wird in den ersten Wochen aus dem Tattoo „ausgespült“. Die Pigmente sammeln sich zum Teil in den Lymphknoten. "Operiert man einen Menschen mit einem schwarzen Tattoo am Rücken sieht man, dass auch die Achsel-Lymphknoten schwarz gefärbt sind", so Bäumler. Außer den bedenklichen Farbstoffen haben Bäumler und sein Team in vielen Tattoofarben auch Weichmacher gefunden. Auch diese Zusatzstoffe stehen unter dem Verdacht, krebserregend zu sein.
Neben der Gefahr durch die Farben lauert bei einer Tätowierung auch immer ein Infektionsrisiko. Beispielsweise durch unsauberes Arbeiten oder durch schlechte Wundversorgung des Kunden. "Die Nadeln können alles mögliche mit in die Haut bringen", warnt der Experte. Außerdem kann der Bemalte auch eine Allergie gegen Inhaltsstoffe seiner Tätowierung haben oder entwickeln. Auch andere unerwünschte Hautreaktionen sind möglich. Wer sich tätowieren lassen möchte, sollte also das Studio sorgfältig auswählen.
Gute Tätowierer achten penibel auf Hygiene, sie tragen zum Beispiel Einweghandschuhe und verwenden steriles Material. Außerdem benutzen sie nur Farben von hohem Qualitätsstandard, die der Tätowiermittelverordnung von 2009 entsprechen.
Quelle: Apotheken Umschau
Bild:© Benicce - Fotolia.com
- Keine Kommentare gefunden
Meistgelesen
Ernährungsfrage: Wie ungesund ist Schweinefleisch tatsächlich?
Lagen die Bibel und der Koran richtig, ist Fleisch vom Schwein „unrein“, auch im medizinischen
»Gesundheitsrisiko Geschirrspüler: Ärzte warnen vor Spülmittelrückständen
Sauberes Geschirr ist gut. Aber dennoch nicht immer ohne Risiko. Letzteres lauert ausgerechnet im
»Lange Liste: Die besten Medikamente zum Krankwerden
So deutlich sind Ross und Reiter wohl noch nie genannt worden. Ein mutiger Heilpraktiker schockiert
»Aloe Vera - die stille Heilerin
Wohl kaum eine Pflanze hat die Naturprodukte-Hitliste von Heilkundigen und Gesundheitsfachleuten
»â€žFC Bayern-Doc“: Hochklassige Nahrungsergänzungen sind unverzichtbar
Er ist eine lebende Legende. Spitzensportler aus aller Welt suchen seinen Rat. Hier erklärt Dr.
»ARD Buffet: Lässt sich Diabetes in 28 Tagen ausknocken?
Dr. Rainer Limpinsel, selbst ehemaliges „Diabetes-Opfer“ erklärt am eigenen Beispiel, wie’s im
»Arzneimittelforschung: Die Kombi „Vitamine+Arginin“ reduziert das Vergessen
L-Arginin gilt als „Wunderformel für die Adern“. Seine Nutzung als Nahrungsergänzung ist noch wenig
»Die Bombe unter der Achselhöhle: Was Deos anrichten
Die Werbung suggeriert uns täglich, dass wir ohne Deodorant gar nicht auf die Straße gehen dürften.
»Schneller sterben mit der Mikrowelle
Mikrowellen sind überaus beliebt, weil sie so herrlich praktisch sind. Ruck, zuck ist das Essen
»Colostrum als Grippeschutz für die kalte Jahreszeit
Colostrum ist eines der ältesten und außergewöhnlichsten Nahrungsmittel, welches in der Natur zu
»


Einen Kommentar verfassen
Poste einen Kommentar als Gast