- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Mittwoch, 24. September 2014 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Regelmäßige Bewegung ist gesund, keine Frage. Über das Wie viel streiten sich die Experten. Nun bringt eine Studie neuen Schwung ins bewegende Thema.
Die Fraktion „Pro Bewegung“ bekommt immer mehr Zulauf, sogar von Lungenspezialisten. So macht der Bundesverband der Pneumologen unter Berufung auf aktuelle Studien darauf aufmerksam, dass sich der Zustand von Menschen mit der chronischen Lungenerkrankung COPD – vom Volksmund „Raucherlunge“ getauft – zunehmend verschlimmert, wenn sie körperliche Anstrengung meiden. Aufgrund der Verschlechterung müssen sie öfter im Krankenhaus behandelt werden. Schon mit drei bis sechs Kilometer Gehen am Tag ließen sich viele Klinikaufenthalte vermeiden.
Laut Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg kommt es dabei gar nicht auf eine bestimmte Sportart an. Es ist die Bewegung, die gesund ist, egal wie sie aussieht. Besonders wichtig für die Gesundheit sei es, täglich mindestens 30 Minuten körperlich aktiv zu sein. Verausgaben müsse sich dabei aber niemand, das zeigten internationale Forschungsergebnisse. Ergebnis: Niemand muss Marathon müssen oder tonnenweise Hanteln stemmen, Mord durch Sport scheidet also aus. Zusatztrost: Auch „Bewegung light“ kann helfen.
Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sind „150 Minuten leichte körperliche Betätigung pro Woche“ (alternativ 75 Minuten stramme sportliche Aktionen) nötig, um gesund zu bleiben und via Bewegung gleichzeitig Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Doch nur die wenigsten schaffen es, entsprechende Sportzeiten in ihren Alltag einzubauen. Oder sie wollen es nicht.
Laut einer neuen Studie der Universität Iowa gibt es jetzt aber keinen Grund mehr für Ausflüchte. Für die Untersuchung wurden 55.137 Erwachsene zwischen 18 und 100 Jahren (Altersdurchschnitt 44) über 15 Jahre lang beobachtet. 24 Prozent der untersuchten Personen absolvierten regelmäßig Laufeinheiten. Und das lohnte sich richtig: Bei ihnen verminderte sich das allgemeine Gesundheitsrisiko um 30 Prozent. Das Risiko, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, sank sogar um 45 Prozent. Und zwar unabhängig davon, wie häufig sie trainierten und wie schnell sie liefen!
Damit aber nicht genug der positiven Effekte: Neben dem verminderten Sterberisiko bremst „laufendes Training“ auch das Fortschreiten von koronaren Herzkrankheiten. Zudem verbessert sich die körperliche Leistungsfähigkeit und die Zahl der Krankenhausaufenthalte sinkt.
Besonders bemerkenswert für Bewegungsskeptiker: Ein umfangreiches, täglich Trainingsprogramm mit langen Einheiten ist definitiv nicht notwenig. Schon 5 bis 10 Minuten tägliches Laufen im Schneckentempo von weniger als 9 km/h führt zum Erfolg. Dabei ist die Einteilung relativ egal, Hauptsache man kommt auf etwa 50 Minuten in der Woche. Dabei ist es günstiger, das Pensum in zwei oder drei Termine zu stückeln, als es an einem Tag abzuspulen. Wenn das kein Motivationsschub ist, künftig regelmäßig in die Laufschuhe zu steigen …
Quellen: medizinauskunft.de; Magazin Netcoo
Bild: © Creativa - Fotolia.com
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