- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Mittwoch, 18. März 2015 08:00
- 15 .2
- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Fakten zur Frage was hinter der verbreiteten Schläfrigkeit im Frühjahr steckt. Und was sich dagegen unternehmen lässt.
Auf den ersten Blick erscheint es paradox: Draußen erwacht die Natur zu neuem Leben, Krokusse sprießen, Birken ergrünen, Forsythien strahlen, die Tierwelt macht mobil für sonnige Zeiten. Nicht so die Menschen, jedenfalls längst nicht alle. Viele sind im Frühling einfach nur müde, lustlos und missgestimmt, bleiben gerne mal im Bett liegen. Dabei motiviert das zunehmende Sonnenlicht nicht nur Pflanzen und Tierwelt, auch der menschliche Organismus wird mit reichlich Glückshormonen geflutet. Soweit die eine Seite.
Wärmere Temperaturen weiten die Adern und der Blutdruck saust in den Keller
Andererseits: Das Phänomen Frühjahrsmüdigkeit, so die Erklärungsrichtschnur der meisten Experten, wird vor allem durch den Klimawechsel verursacht. Wenn die Winterkälte den wärmeren Temperaturen weicht, muss sich der Körper langsam daran gewöhnen. Der Organismus reagiert mit einer typischen Reaktion: Die Blutgefäße stellen sich weit, der Blutdruck sackt ab. Und das macht uns müde. Diplom-Biologe Holger Westermann gießt das Phänomen in einen Satz: „Mit den wärmeren Temperaturen weiten sich die Adern und der Blutdruck saust in den Keller“.
Neben dem Blutdruck spielt auch der Melatoninspiegel eine Rolle. Nach den langen Wintermonaten ist die Konzentration des „Schlafhormons“ im Blut besonders hoch.
Blasen Sie dem Frühlings-Blues den Marsch!
Witterungskapriolen, von der Winterruhe auf Sommerbetrieb umschalten – da spielen vielen auch die Hormone uns einen Streich. Mitunter hat die Frühjahrmüdigkeit aber auch etwas mit der Einstellung zu tun. Einerseits mit der persönlichen Selbstprogrammierung, zum Frühjahr gehöre nun mal die Frühjahrmüdigkeit. Andererseits aber auch mit der inneren Uhr. Wenn nämlich die äußere Uhr künstlich neu getaktet wird – Stichwort Zeitumstellung.
Aber was lässt sich tun, will man dem Frühlings-Blues so richtig den Marsch blasen? Bewegung? Sport? Ernährung? Diplom-Biologe Westermann empfiehlt Strategien, wie man die Leidenszeit verkürzen kann. Und er hält ein Trostpflaster für alle Betroffenen parat: „Drei Wochen, das ist die Zeitspanne, bis wir den neuen Modus gefressen haben“.
Mehr Details über die Ursachen von Frühjahrsmüdigkeit und was Sie aktiv dagegen tun können, erfahren Sie in dieser Folge von „RheinmainGesundheit“.
Bild:© Spargel - Fotolia.com
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