- Kategorie: Gesundheit
- Erstellt am Dienstag, 22. September 2015 08:00
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- Veröffentlicht von Redaktion Porta Vitalia
Nicht nur pharmazeutische Produkte, auch Ingwerpulver scheint Regelschmerzen bei Frauen zu dämpfen. Darauf deutet eine Analyse von kontrollierten Studien hin.
Ibuprofen und Diclofenac finden sich in nahezu jeder Hausapotheke. Sie gehören zu den sogenannten NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika), wirken gegen Schmerz, Entzündungen und Fieber und sind frei verkäuflich. Wer aber glaubt, sie seien deshalb ungefährlich, der liegt falsch. Wie der „Spiegel“ berichtete, hat die Europäische Arzneimittelbehörde EMA offiziell vor der Einnahme des Schmerzmittels gewarnt: Bei Einnahme von 150 mg über einen längeren Zeitraum sei das Risiko für Herzinfarkteund Schlaganfälle erhöht. Auch in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ erschien ein Bericht, dass NSAR das Risiko für Herzinfarkt, Herzschwäche und schwere Probleme im Magen-Darm-Trakt stark erhöhe.
In den Studien hat sich für Ingwerpulver eine vergleichbar gute Wirksamkeit ergeben
Doch es gibt eine Alternative: Dr. James Daily vom gleichnamigen US-amerikanischen Vitamin- und Kräuterpräparate-Händler sowie Ernährungswissenschaftler der Universität in Asan in Südkorea haben die englischsprachige, chinesische und koreanische Literatur nach Studien durchforstet, in denen Ingwerpulver zur Linderung der Regelschmerzen untersucht wurde. In den Studien mit einem aktiven Kontrollmedikament habe sich für Ingwerpulver eine vergleichbar gute Wirksamkeit wie mit herkömmlichen Analgetika ergeben. Da kein Dosiseffekt in den Studien zu erkennen war, raten die Wissenschaftler, mit 0,75 Gramm zu beginnen und die Dosis bei Bedarf zu steigern, berichtet die Ärztezeitung.
Erklärungshintergrund: Ingwer ist ein potenter Entzündungshemmer und wird in der indischen und asiatischen Medizin seit Jahrhunderten zur Behandlung von Schmerzen angewendet. Seine Wirksamkeit wird dem überdurchschnittlich breiten Profil an ätherischen Ölen im Wurzelstock des Ingwers zugeschrieben, z. B. Gingerol, Shogaol, Cineol, Borneol, Linalool.
Quellen: aerztezeitung.de; flexisec.de; spiegel.de
Bild: © SENTELLO - fotolia.com
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